Heidelberg/Mannheim/Heilbronn. (pol/msc) Mit umfangreichen Kontrollen ist die Polizei am Karfreitag gegen die Poser- und Tuningszene vorgegangen. Dabei stellten die Einsatzkräfte zahlreiche Verstöße fest – von unerlaubten Umbauten bis hin zu Straftaten.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mannheim kontrollierten die Beamten von Freitagabend bis in die frühen Morgenstunden insgesamt 95 Fahrzeuge und 144 Personen im Stadtgebiet Mannheim, Heidelberg sowie im Rhein-Neckar-Kreis. Dabei wurden 92 Verstöße festgestellt. Diese reichten von unzulässigen technischen Veränderungen und manipulierten Fahrzeugen bis hin zu unnötiger Lärm- und Abgasbelästigung. In fünf Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt, zudem stellten die Beamten fünf Fahrzeuge wegen gravierender Mängel sicher.

Auch im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn stand die sogenannte Poser- und Raserszene im Fokus. Zwischen 13 und 21 Uhr überprüften die Einsatzkräfte 66 Fahrzeuge und registrierten sieben Straftaten sowie 26 Ordnungswidrigkeiten.

Mehrere Fälle betrafen manipulierte Fahrzeuge und gefälschte Dokumente. So fiel in Tauberbischofsheim ein Autofahrer auf, der für den Heckspoiler seines BMW eine offenbar selbst erstellte Betriebserlaubnis vorlegte. Die Polizei stellte das Dokument als Fälschung sicher. Insgesamt wurden 14 Verstöße wegen erloschener Betriebserlaubnis festgestellt.

In Wertheim wurde zudem ein BMW sichergestellt, an dem zahlreiche nicht eingetragene Veränderungen festgestellt wurden – darunter Umbauten an Fahrwerk und Abgasanlage sowie mutmaßliche Eingriffe in die Motorleistung.

Darüber hinaus registrierten die Beamten unter anderem Fahrten ohne Fahrerlaubnis, Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Rotlichtverstöße, Handy-Nutzung am Steuer sowie Fahrten unter Drogeneinfluss.

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle in Heilbronn auf der Neckartalstraße wurden von 3.952 gemessenen Fahrzeugen 164 geblitzt. Drei Fahrer müssen mit einem Fahrverbot rechnen. Der schnellste Verkehrsteilnehmer war mit 85 km/h bei erlaubten 50 km/h unterwegs. Auch auf Autobahnen stellten zivile Video-Fahrzeuge erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen fest.

Die Polizei kündigte an, die Schwerpunktkontrollen in den kommenden Monaten im gesamten Gebiet fortzusetzen.