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Die Ergebniskrise der TSV Hannover-Burgdorf in der Daikin Handball-Bundesliga hält an. Samstagabend verloren die Niedersachsen und ihr spanischer Trainer Juan Carlos Pastor 32:35 (13:18) gegen die SG Flensburg-Handewitt. Damit hat Hannover-Burgdorf das sechste Ligaspiel in Folge verloren.
Handball: Hannover-Burgdorf verliert Handball-Krimi
Pastor versucht seit seinem Amtsantritt Mitte Januar viel am Spiel seiner Mannschaft zu verändern, der Spanier korrigiert auch kleinste Kleinigkeiten. Seinen Spielern ist anzumerken, dass sie für die Spiel-Philosophie des neuen Trainers noch Zeit brauchen. Im ersten Durchgang sorgt Torwart Joel Birlehm mit seinen Paraden dafür, dass das Spiel vorerst eng bleibt. Hannover-Burgdorfs Kreisläufer Justus Fischer sorgt mit zwei vergebenen Glasklar-Chancen dafür, dass es nicht noch enger wird. Zwischenfazit in der Pause bei 13:18-Rückstand: Hannover-Burgdorf ist nur bedingt abwehrbereit, 18 Gegentore sind trotz bärenstarker Torwart-Leistung einfach zu viel. Sportchef Sven-Sören Christophersen am Dyn-Mikro: „18 Gegentore in einer Halbzeit sind definitiv zu viel.“
Foto: Dyn
Nach der Pause werden die Gegentore weniger, Birlehm bleibt im Gastgeber-Tor stabil, die Gastgeber steigern sich insgesamt. Zwölf Minuten vor dem Ende verkürzt Hannover-Burgdorf zum 25:27, die Partie wird zum Samstagabend-Krimi zur besten Sendezeit. Die Komplett-Wende schaffen die Gastgeber trotz starker zweiter Hälfte aber nicht mehr, weil Flensburg im Endspurt noch mal einen Gang hochschaltet. Wichtiger Sieg für die SG, bei der in den letzten Wochen zunehmend Unruhe aufgekommen war. Flensburg festigt Platz zwei hinter Magdeburg – und freut sich über einen Ausrutscher des Nord-Rivalen.
THW Kiel – ThSV Eisenach 30:30 (13:16)
Für den THW beträgt der Rückstand auf Flensburg und Champions-League-Platz zwei jetzt nämlich überraschenderweise sechs Punkte. Der Rekordmeister blamiert sich fast komplett gegen die bis dahin auswärts sieglosen Gäste aus Thüringen, dabei liefert vor allem eine Szene in der Schlussphase enormen Gesprächsstoff. In der 58. Minute ziehen die Schiedsrichter nach einem Foul von Eisenachs Peter Walz an Eric Johansson den Videobeweis, nachdem Kiels Linksaußen Rune Dahmke das vermeintliche 28:29 erzielt hat. Walz bekommt nachträglich eine Zeitstrafe, Dahmkes Treffer wird zurückgezogen, weil Anspieler Elias Ellefsen á Skipagøtu vor dem Pass einen Schrittfehler begeht, was die Schiris nebenbei bei Ansicht der Videobilder erkennen. Nach Eisenachs 27:30 dreht Kiel die Partie innerhalb von 99 Sekunden noch zum 30:30. Kiels Lukas Zerbe nach dem Spiel am Dyn-Mikro: „Schiedsrichter hin oder her, wir müssen uns an die eigene Nase packen.“
TBV Lemgo Lippe – MT Melsungen 26:27 (15:13)
Der erste Durchgang geht noch an die Gastgeber aus Ostwestfalen, nach der Pause liefert Melsungen ein starkes Comeback ab und sichert sich zwei Auswärtspunkte.
„Kabelbinder regelt alles“: Loch im Tornetz verzögert Anwurf
Quelle: DYN Handball05.04.2026
