Fußball-Bundesliga
Effizienz schlägt Dominanz: VfB verpasst eine große Chance
Aktualisiert am 05.04.2026 – 12:08 UhrLesedauer: 3 Min.
Enttäuscht über die Last-Minute-Niederlage: Torjäger Deniz Undav. (Quelle: Harry Langer/dpa/dpa-bilder)
Drama in der Nachspielzeit: Der VfB vergibt eine riesige Chance. Spieler und Trainer liefern sich Wortgefechte, ein Stuhl fliegt auf den Rasen. Die Rivalität mit Dortmund ist besonders aufgeladen.
Den Frust über die riesige verpasste Chance schleppten die VfB-Profis um Nationalstürmer Deniz Undav mit in die Osterfeiertage. „Wie brutal Fußball sein kann, haben wir heute erlebt“, fasste Stuttgarts Sportvorstand Fabian Wohlgemuth das aus VfB-Sicht extrem bittere, ganz späte 0:2 (0:0) gegen Borussia Dortmund zusammen. „Wir haben ein Lehrstück an Effizienz sehen müssen“, erklärte der 47-Jährige.
Es war ein bekanntes Problem, das sich bei den Schwaben gerade in wichtigen Spielen durch diese Saison zieht und auch gegen den BVB den entscheidenden Unterschied ausmachte. So verpassten die Stuttgarter nicht nur einen möglichen und greifbaren Selbstvertrauensschub für den Saison-Endspurt, in dem auch der erneute Einzug ins DFB-Pokal-Finale auf dem Spiel steht.
Besonders mit Blick auf die Bundesliga-Tabelle dürfte die erste Niederlage gegen Dortmund seit Oktober 2022 ärgern. Im Gerangel um die Champions-League-Plätze hätte der VfB den Vorsprung auf Hoffenheim (5.) mit einem Sieg auf beruhigende sechs Punkte ausbauen können.
Stattdessen fiel die Truppe von Trainer Sebastian Hoeneß von Platz drei auf vier zurück. Gegen den Hamburger SV am kommenden Sonntag sollte die Elf ihre Heimstärke wieder in drei Zähler ummünzen.
Das Spitzenspiel gegen den BVB hatten die Gastgeber dominiert. Der VfB musste sich aber vorwerfen lassen, angesichts der Überlegenheit viel zu wenige zwingende Torchancen herausgespielt zu haben. „Der letzte Punch hat gefehlt“, gab Joker Ermedin Demirovic zu.
Highlights gab es erst in der Nachspielzeit – mit einem sehenswerten und irren BVB-Doppelschlag wie aus dem Nichts, der den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Eine Flanke klärte Abwehrchef Jeff Chabot zu Karim Adeyemi, der traf zum 0:1 (90.+4). Vor dem 0:2 von Julian Brandt (90.+6) verlor der zuvor starke Verteidiger Ramon Hendriks einen Zweikampf gegen Fabio Silva.
Hat der VfB am Ende zu viel gewollt? „Wenn du 90 Minuten so dominierst, ist es, glaube ich, verständlich, dass du gewinnen willst. Am Ende hätte man den Punkt mitnehmen müssen. Da waren wir vielleicht ein bisschen zu gierig“, räumte Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt ein. Hoeneß meinte, die Dortmunder hätten es „sehr abgezockt“ gemacht.
