Newsblog zum Krieg in Nahost
Druck von US-Regierung: Firma hält Iran-Bilder zurück
Aktualisiert am 05.04.2026 – 13:21 UhrLesedauer: 43 Min.
Player wird geladen
Im Video: Treffer legen Generatoren und wichtige Infrastruktur lahm. (Quelle: t-online)
Unternehmen hält Satellitenbilder aus dem Nahen Osten zurück. Den USA geht ein wichtiges Waffensystem im Krieg aus. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Das Unternehmen Planet Labs stellt aufgrund einer Aufforderung der US-Regierung mit Verweis auf den Iran-Krieg die Veröffentlichung aktueller Satellitenaufnahmen aus dem Nahen Osten weitestgehend ein. Das berichteten unter anderem die „New York Times“ und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf eine E-Mail des US-Anbieters an dessen Kunden. Aufnahmen sollen demnach bis auf Weiteres nur noch in Einzelfällen freigegeben werden. Die Einschränkung gelte unter anderem für den Iran sowie die betroffenen Staaten rund um den Persischen Golf.
Unter anderem Journalisten und Forscher nutzen solche Satellitenaufnahmen, um zum Beispiel die Folgen von Angriffen in der Region oder die Bewegung von Schiffen zu dokumentieren. Die Aufnahmen sind vor allem hilfreich für Gebiete, die sonst schwer zugänglich sind – sei es wegen ihrer Lage, laufender Kampfhandlungen oder Beschränkungen durch die örtlichen Behörden.
Planet Labs hatte die Veröffentlichung von Aufnahmen aus der Region nach Beginn des Iran-Kriegs vor gut fünf Wochen bereits aus Sicherheitsgründen verzögert. Auch das Konkurrenzunternehmen Vantor habe die Veröffentlichung von Satellitenaufnahmen aus der Region bereits eingeschränkt, hieß es in den Berichten weiter. Die US-Regierung befürchtet, dass aktuelle Satellitenaufnahmen Gegnern wie dem Iran für deren Angriffe nutzen könnten.
Der Krieg der USA gegen den Iran ist wohl noch lange nicht vorbei. Nun müssen die USA ihr Arsenal an Marschflugkörpern deutlich aufstocken. Mehr dazu lesen Sie hier.
Im Iran gibt es einem Bericht zufolge Luftangriffe in einem Gebiet, in dem sich das vermisste Besatzungsmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets befinden soll. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim zitierte in der Nacht einen örtlichen Gouverneur, wonach bei Angriffen, die er den USA und Israel zuschrieb, drei Menschen getötet worden seien.
Die „New York Times“ zitierte indes einen israelischen Beamten, der berichtete, Israels Militär teile Geheimdienstinformationen mit den USA und habe Angriffe in dem Gebiet, in dem der Pilot vermisst werde, ausgesetzt. Keine der Angaben ließ sich zunächst unabhängig überprüfen. Das US-Militär hat Medienberichten zufolge Spezialkräfte in den Süden des Iran geschickt – auch um eine Gefangennahme des vermissten Waffenoffiziers der am Freitag abgeschossenen F-15E durch den Iran zu verhindern.