12.16 Uhr: Oman berät mit Iran über Straße von Hormus

Die stellvertretenden Außenminister des Oman und des Iran haben Gespräche geführt, um Möglichkeiten zur Gewährleistung eines reibungslosen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus zu erörtern. Dies teilt das omanische Außenministerium auf X mit. Die Gespräche fanden statt, nachdem ein iranischer Vertreter am Donnerstag erklärt hatte, der Iran arbeite gemeinsam mit Oman an einem Protokoll zur Überwachung des Schiffsverkehrs in der Meerenge, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Ölvorräte transportiert wird.

12.07 Uhr: Diplomatische Initiativen zur Beendigung des Kriegs laufen weiter

Die Außenminister Pakistans und Ägyptens haben mit ihrem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi Möglichkeiten für eine Deeskalation im Krieg im Nahen Osten ausgelotet. Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar habe mit Araghtschi die Lage besprochen und deutlich gemacht, dass sein Land alle Bemühungen begrüße, die einer Entspannung dienten, teilte das Außenministerium in Islamabad mit.

Das ägyptische Außenministerium erklärte, Minister Badr Abdel-Atti habe sowohl mit Araghtschi als auch mit Dar, dem türkischen Chefdiplomaten Hakan Fidan und dem US-Gesandten Steve Witkoff telefoniert. In der Mitteilung hieß es, Abdel-Atti habe tags zuvor mit seinen Gesprächspartnern „Ideen und Vorschläge“ diskutiert, um „die erforderliche Ruhe herzustellen“.

11.39 Uhr: Weitere Todesopfer im Südwesten des Iran

Bei Angriffen auf den Südwesten des Irans sind Medienangaben zufolge zehn Menschen getötet und sieben verletzt worden. Unter den Opfern seien auch zwei Touristen gewesen, berichtete die Seite Nurnews, die den iranischen Sicherheitskräften nahestehen soll. In der gleichen Gegend war auch der nach dem Abschuss eines Kampfjets vermisste und am Wochenende von Spezialkräften geborgene US-Offizier vermutet worden. Ob es einen Zusammenhang zwischen der Rettungsaktion für den Piloten und den Toten gab, ging aus der Nurnews-Meldung ebenfalls nicht hervor.

11.33 Uhr: Israel fliegt Luftangriff im Gazastreifen – vier Tote

Bei einem israelischen Luftangriff im nördlichen Gazastreifen sind der örtlichen Gesundheitsbehörde zufolge vier Palästinenser ums Leben gekommen. Sanitäter berichten, der Luftangriff habe eine Gruppe von Menschen in Gaza-Stadt getroffen, wobei vier Menschen getötet und weitere verletzt wurden. Dies ist der jüngste Gewaltausbruch, der den brüchigen Waffenstillstand überschattet, während Vermittler erneut versuchen, das Abkommen zu festigen. Das israelische Militär äußert sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

11.04 Uhr: Teheran nimmt Energieanlagen in Bahrain ins Visier

Im Golfemirat Bahrain meldete das staatliche Öl- und Gasunternehmen Bapco Energies einen Brand in einem Lager infolge eines iranischen Drohnenangriffs am Morgen. Das Feuer sei vollständig gelöscht worden, man begutachte nun die Schäden. Verletzte habe es keine gegeben.

Auch das Unternehmen Gulf Petrochemical Industries Company (GPIC) in Bahrain bestätigte, dass mehrere ihrer Betriebsanlagen am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) Ziel eines iranischen Drohnenangriffs wurden, wie die Staatsagentur BNA berichtete. Der Angriff habe Brände in den betroffenen Anlagen ausgelöst, die inzwischen vollständig gelöscht worden seien. Auch hier wurden keine Verletzten gemeldet.

10.42 Uhr: Petrochemische Fabrik in Emiraten brennt nach iranischem Bombardement

In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) brennt nach einem iranischen Angriff eine Fabrik. Die Behörden seien mit mehreren Bränden in der petrochemischen Anlage des Kunststoffherstellers Borouge beschäftigt, teilte das Medienbüro der Hauptstadt Abu Dhabi am Morgen auf der Plattform X mit. Diese seien durch herabfallende Trümmer nach erfolgreichen Abfangaktionen durch die Flugabwehr verursacht worden, hieß es weiter. 

Der Betrieb der Anlage sei umgehend eingestellt worden, der Schaden werde begutachtet. Verletzte seien keine gemeldet worden, hieß es. Davor hatte das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate gemeldet, iranische Raketen und Drohnen abzufangen.

10.04 Uhr: Medienberichte über Tote nach israelischen Angriffen im Libanon

Bei israelischen Luftangriffen hat es laut einem Medienbericht erneut Tote im Südlibanon gegeben. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete am Morgen sechs Todesopfer in dem Ort Kfar Hatta. Den Angaben zufolge soll es sich dabei um eine vertriebene Familie gehandelt haben. 

Bei einem weiteren Luftangriff – ebenfalls im Südlibanon – seien am frühen Morgen mindestens drei Menschen getötet und weitere verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur in einer weiteren Meldung. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Berichten.

09.53 Uhr: Hisbollah attackiert israelisches Kriegsschiff im Mittelmeer

Die pro-iranische Hisbollah im Libanon hat einen Angriff mit einer Rakete großer Reichweite auf ein israelisches Kriegsschiff für sich reklamiert. Sie habe das israelische Schiff 68 Seemeilen vor der libanesischen Küste mit einem Marschflugkörper angegriffen, teilte die vom Iran unterstützte Miliz mit. Das Kriegsschiff habe sich angeblich „auf Angriffe auf libanesisches Gebiet vorbereitet“. Es ist das erste Mal seit ihrem Eintritt in den Iran-Krieg, dass die Hisbollah den Einsatz einer solchen Rakete für sich reklamiert.

08.50 Uhr: Iran – Mehrere fliegende Objekte während Rettungsaktion für US-Soldat abgeschossen

Im Rahmen der US-Mission zur Rettung des im Iran gestrandeten Piloten seien mehrere „fliegende Objekte“ zerstört worden, teilt die iranische Revolutionsgarde laut der Nachrichtenagentur Tasnim mit. Während eines gemeinsamen Einsatzes von Luftwaffe, Bodentruppen, Volksmilizen, der Basidsch-Miliz und Polizeikommando seien feindliche Flugobjekte zerstört worden. Zuvor hat das iranische Polizeikommando bekanntgegeben, dass ein US-Transportflugzeug des Typs C-130 im Süden von Isfahan abgeschossen worden sei. In derselben Provinz sei auch eine israelische Drohne abgeschossen worden, teilt die iranische Armee mit.

07.03 Uhr: Anti-Kriegsdemo in Tel Aviv gewaltsam aufgelöst

Eine Anti-Kriegsdemonstration von rund tausend Menschen in der Innenstadt von Tel Aviv ist am Abend von der Polizei gewaltsam aufgelöst worden – unter Hinweis auf die eingeschränkten Versammlungsvorgaben des Heimatschutz-Kommandos. Dabei seien mindestens 17 Menschen verhaftet worden, meldete anschließend die Tageszeitung Ha’aretz. Ein Raketenalarm, ausgelöst durch die Warnung vor einer ballistischen Rakete aus dem Jemen, bewirkte, dass die Demonstranten in Schutzräumen ihre Proteste fortsetzten.

06.30 Uhr: Trump – Zweites Besatzungsmitglied des abgestürzten Kampfjets im Iran gerettet

Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets über dem Iran ist laut US-Präsident Donald Trump auch das zweite Crewmitglied gerettet worden. „Wir haben ihn“, schrieb Trump im Onlinedienst Truth Social (externer Link) an die Bürger der USA gerichtet. Das US-Militär habe den Offizier in „einer der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen in der Geschichte der Vereinigten Staaten“ gerettet, er könne „voller Freude mitteilen“, dass der Soldat zwar verletzt, aber „wohlauf“ sei.

Der Soldat gehörte zur zweiköpfigen Besatzung eines F-15-Kampfjets, der nach iranischen Angaben am Freitag von der dortigen Luftabwehr abgeschossen worden war. Das erste Besatzungsmitglied war bereits kurz darauf gerettet worden. Nach dem zweiten Crewmitglied wurde fieberhaft gesucht.