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Nach den Skandal-Szenen beim Zweitligaspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC werden auch aus der Politik Rufe nach schärferen Sanktionen laut. Für Sachsens Innenminister Armin Schuster (64, CDU) ist das Maß nun voll. Er fordert die Klubs und Verbände auf, härter gegen Fußball-Chaoten durchzugreifen.

Schuster erklärte auf BILD-Nachfrage: „Es reicht endgültig! Die Vereine und die Fußballspitze müssen auf derartige Krawallexzesse mit drakonischen Konsequenzen reagieren. Alle bisherigen Verhandlungen wirken wie Wischiwaschi und haben rein gar nichts gebracht.“

Schuster weiter: „Wenn der Fußball die Ultras nicht bald unter Kontrolle bringt, müssen wir staatlich schärfer einschreiten. 750 Polizisten im Einsatz, damit Fußball gespielt werden kann, das wird definitiv so nicht bleiben.“

Sachsens Innenminister Armin Schuster (64, CDU)

Sachsens Innenminister Armin Schuster (64, CDU)

Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Schon seit Monaten wird um konkrete Forderungen zur Sicherheit in Stadien gestritten: Es geht um strengere Stadionverbote und personalisierte Tickets, um Gewalttäter schneller zu identifizieren. Hertha-Boss Dr. Peter Görlich (59) sowie Dresdens Geschäftsführer Stephan Zimmermann (38) haben dabei eine vermittelnde Rolle eingenommen. Doch diese Gewaltausbrüche von Teilen der Ultraszene machen diese Bemühungen zunichte.

Chaotische Szenen in Dresden

Am Samstagabend war es im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion während des Spiels zu chaotischen Szenen gekommen. In beiden Fanlagern wurde zunächst Pyrotechnik gezündet, anschließend kletterten Anhänger über Zäune und drangen in den Innenraum vor. Dynamo-Fans rannten entlang des Spielfeldes in Richtung Gästeblock, es kam zu direkten Konfrontationen. Pyrotechnik wurde hin und her geschossen. Schiedsrichter Sven Jablonski unterbrach die Partie und schickte die Teams in die Kabine.

Die Polizei leitete mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren ein – unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Ticketbetrugs. Insgesamt waren 750 Beamte aus Sachsen, Thüringen und Bayern im Einsatz.

Polizisten stürmten auf den Rasen, um die Fanlager zu trennen

Polizisten stürmten auf den Rasen, um die Fanlager zu trennen

Foto: picture alliance/dpa

DFB ermittelt gegen beide Klubs

Inzwischen hat sich auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eingeschaltet. „Wir können Ihnen bestätigen, dass der DFB-Kontrollausschuss nach den Vorkommnissen im Rahmen des Zweitligaspiels zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC zu Beginn der neuen Woche Ermittlungsverfahren gegen beide Vereine einleiten wird“, teilte der Verband der Deutschen Presse-Agentur mit. In einem ersten Schritt werden beide Klubs zu Stellungnahmen aufgefordert. Beide Klubs müssen mit empfindlichen Strafen rechnen.

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Quelle: BILD05.04.2026