In Moskau wurde währenddessen für zwei Wochen das Internet abgeschaltet. Ein Schock! Die Fahrdienstvermittlungen, die Essenslieferanten, die Kartenzahlungen, mit einem Wort, das gesamte hochgelobte Dienstleistungsangebot der Moskauer war auf einmal tot. Die verzweifelten Parlamentarier schlugen auf einer außerordentlichen Sitzung vor, die längst vergessenen Telefonzellen wieder ins Leben zu rufen. Aber dieses Mal mit Internet. Die Moskauer waren am Rande des Nervenzusammenbruchs: Ein Leben ohne Internet, ist das überhaupt noch möglich?

Vor allem beschäftigte die Bevölkerung die Frage, wer oder was eine solche Macht habe, den Internetschalter in der Hauptstadt einfach umzulegen, ohne eine Erklärung. Der Bürgermeister mutmaßte, es könnte um eine vorübergehende Drohnenabwehr gehen. Diese Ausrede taugte jedoch nichts. Die ukrainischen Drohnen sind in Moskau keine Alltagserscheinung, nur selten schafft es eine Drohne bis zur Mitte Moskaus. Und die Raketenabwehr hat solche Machtbefugnisse nicht. Selbst der Staatssicherheit FSB wäre eine solche Entscheidung nicht wirklich zuzutrauen.

Es muss also jemand mächtiger sein als die Staatssicherheit und der Bürgermeister. In der russischen Hierarchie der Sicherheitsdienste befindet sich nur der FSO, der Personenschutz des Präsidenten, der ihm persönlich unterstellt ist, in der Position, solch eine Entscheidung zu treffen. Inzwischen mehren sich die Gerüchte, dass das Internet vom Chef persönlich ausgeknipst wurde. Angeblich war Putin außerordentlich beunruhigt, mit welcher Attitüde und rasanten Geschwindigkeit die iranischen Ajatollahs in den Himmel, nach Dschanna, befördert wurden.

Die Israelis gaben zu, die Videoüberwachung der Iraner bereits vor Jahren gehackt zu haben. Deswegen wussten sie angeblich in Realzeit, wann welche Führungskraft des Landes sich wo befand. Mit der Frage konfrontiert, ob eine solche Aktion auch in einem anderen Land möglich wäre, antwortete die israelische Sprecherin des Sicherheitsdienstes: Möglich sei alles. Die ganze Geschichte könnte eine Ente sein, zumal die Verbindung zwischen dem mobilen Internet und der Videoüberwachung nicht klar ist.