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Ein Handball-Team kämpft gegen den Voll-Absturz – doch am Sonntag ging es wohl nur um Schadensbegrenzung. Gegen Noch-Meister Füchse Berlin sollte die Niederlage für den SC DHfK Leipzig nicht zu hoch ausfallen. Doch daraus wurde nichts. Am Ende stand ein klares 39:26. Das Torverhältnis kann über den Verbleib in der Handball-Bundesliga entscheiden.

Foto: Dyn
Aktuell steht der Tabellenletzte aus Sachsen vorm Absturz in die 2. Liga. Nach elf Jahren in der stärksten Liga der Welt eine Situation, die Experten zu Saisonbeginn vorausgesagt haben. Die in Leipzig aber zunächst keiner wirklich wahrhaben wollte. Als es so weit war, mussten Trainer Raul Alonso (Frank Carstens kam) und Sportchef Bastian Roscheck (wurde nicht ersetzt) gehen. Inzwischen wird auch zweigleisig geplant – für eine weitere Saison in der Bundesliga und auch für die 2. Liga. Geschäftsführer Karsten Günther (44): „Alles andere wäre unverantwortlich.“ Günther führte den Klub einst von der 5. Liga ganz nach oben. Mit seinem Kumpel Stefan Kretzschmar (53), der lange im Aufsichtsrat saß und die sportliche Kompetenz mitbrachte, hatte er die DHfK, die 1966 den Europapokal der Landesmeister gewonnen hatte, wieder aus der Versenkung geholt.
Handball: So plant der SC DHfK Leipzig für den Abstiegs-Fall
Tritt der Super-Gau ein, soll direkt der Wiederaufstieg gelingen. „Wir wollen der 19. Bundesligist sein“, kündigt Günther an. Soll natürlich bedeuten, dass der Klub in der 2. Liga ganz oben thronen soll. Ein Etat von 5 Millionen Euro (in der Bundesliga waren es 8,5) soll für den direkten Wiederaufstieg sorgen. Zudem soll auch weiter in der heimischen Quarterback Immobilien Arena (6000 Handballplätze) gespielt werden. Die Betreiber wollen dem Klub dabei finanziell entgegenkommen. Die Spieler müssten auf 20 bis 30 Prozent ihres Bundesligagehalts verzichten. Dennoch werden Stars wie Torwart Tomas Mrkva (37), der deutsche Nationalspieler Franz Semper (28) und Kapitän Lukas Binder (33) auf jeden Fall bleiben.