Enttäuscht: Ian Weber vom Handball-Bundesligisten GWD Minden.

Stand: 05.04.2026 • 19:14 Uhr

GWD Minden hat eine knappe Niederlage gegen den HSV Hamburg kassiert und steckt weiter tief im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga.

Die Grün-Weißen unterlagen am Sonntag mit 29:30 (12:13) und stehen als Drittletzter noch vor den beiden Abstiegsrängen. Der Vorsprung auf den Vorletzten Wetzlar beträgt nur noch einen Punkt, der auf Schlusslicht Leipzig zwei. Minden blieb damit auch im elften Spiel in Folge sieglos, den letzten Heimsieg feierte der Aufsteiger am 10. Dezember letzten Jahres. Hamburg bleibt als Zehnter im „Niemandsland“ der Tabelle.

Bester Werfer bei Minden war Morten Hempel Jensen mit acht Treffern, für Hamburg kam Frederik Bo Andersen ebenfalls auf acht.

Nur ein Treffer für Minden in neun Minuten

Minden startete mit einem Fehlwurf von Philipp Vorlicek in die Partie, ging in einer ausgeglichenen Anfangsphase durch Tom Bergner (5. Spielminute/3:2) aber erstmals in Führung. Nach einem temporeichen Beginn taten sich beide Teams schwer in der Offensive. Im Laufe der ersten Halbzeit kamen die Mindener immer weniger in die Bewegungen hinein und ließen Zielstrebigkeit sowie Durchschlagskraft vermissen, doch der HSV agierte ebenfalls fehlerbehaftet: Allein in den ersten 30 Minuten leisteten sich die Norddeutschen acht technische Fehler.

Nach neun Minuten mit nur einem eigenen Treffer nahm GWD-Trainer Aaron Ziercke beim Stand von 8:10 (22.) die erste Auszeit. Anschließend konnten die Ostwestfalen die Begegnung wieder ausgeglichener gestalten – auch dank Torhüter Malte Semisch, der besser ins Spiel kam und sein Team mit einem Wurf aus der eigenen Hälfte beinahe wieder in Führung gebracht hätte (27./11:11), doch der Pfosten rettete für Hamburg. Auch Hamburgs Keeper Mohamed Essam Moustafa El-Tayar war noch besser aufgelegt und zeigte in der ersten Hälfte neun Paraden (43 Prozent). Ein Gegenstoß und ein Abschluss durch Andersen eine Sekunde vor der Sirene bescherten den Gästen eine hauchdünne 13:12-Führung zur Halbzeitpause.

Enges Duell bis Spielende

Nach der Pause sahen die Zuschauer in der Kampa-Halle weiter ein Duell auf Augenhöhe, in dem sich keine der beiden Mannschaften absetzen konnte und der HSV lange knapp die Nase vorn hatte. Mit einem 24:24 ging es in die letzten zehn Spielminuten, die Hamburg nach einer Roten Karte (51.) ohne Niklas Weller bestreiten musste.

Andersen (52.) und Oliver Norlyk (54.) sorgten zunächst für eine Zwei-Tore-Führung Hamburgs (26:28), ehe Alexander Weck (54.) aus dem Rückraum für Minden verkürzte und Max Staar (55.) nach einer weiteren GWD-Auszeit wieder ausglich. Glück hatte Minden kurz darauf beim Stand vom 28:29, dass Hamburgs Norlyk (57.) bei einem relativ freien Wurf nur den Pfosten traf. Doch Ian Weber scheiterte anschließend an Robin Paulsen Haug im HSV-Tor, Jorgensen (58.) traf auf der Gegenseite zum 30:28 für die Gäste.

42 Sekunden vor Spielende hatte Jorgensen – allein und völlig frei vor Semisch – die Chance zur Entscheidung, die Mindens Keeper mit einer Glanzparade verhinderte (29:30). Minden versuchte noch einmal alles, doch der letzte Freiwurf von Jensen nach bereits abgelaufener Spieluhr landete in den Händen von Haug.

Minden nun in Melsungen

Am Freitag (20 Uhr) steht für Minden ein Auswärtsspiel bei der MT Melsungen an. Hamburg empfängt am Sonntag (15 Uhr) den THW Kiel zum Nord-Duell.

Unsere Quellen:

  • Spiel zwischen Minden und Hamburg am 05.04.2026 beim Streamingdienst „DYN“
  • Internetauftritt der Handball-Bundesliga (HBL)

Sendung: WDR.de, „Negativserie von GWD Minden geht weiter“, 05.04.2026, 19:13 Uhr

Westdeutscher Rundfunk