Parlamentswahl in Ungarn

Orbáns Partei erlebt in neuer Umfrage böse Überraschung

Aktualisiert am 06.04.2026 – 04:17 UhrLesedauer: 3 Min.

Viktor Orbán: Der ungarische Regierungschef hält es mit Moskau.Vergrößern des Bildes

Viktor Orbán: Der ungarische Regierungschef muss den nächsten Rückschlag vor der Parlamentswahl in Ungarn wegstecken (Quelle: Yves Herman/reuters)

Neue Umfragen vor der Parlamentswahl in Ungarn erhöhen den Druck auf Viktor Orbán. Lut den Erhebungen büßt der Regierungschef weiter ein, sodass der Vorsprung seines Herausforderers sogar weiter wächst.

Die Fidesz-Partei des seit 16 Jahren regierenden Orbán verliert hingegn zwei Punkte und liegt in der aktuellen Wahlumfrage zur Parlamentswahl in Ungarn bei 37 Prozent. Allerdings sind der vom Nachrichtenportal 24.hu veröffentlichten Erhebung zufolge 26 Prozent der Befragten noch unentschlossen. In der Gunst aller Wahlberechtigten liegt Tisza demnach bei 40 Prozent und Fidesz bei 28 Prozent.

Eine kurz zuvor veröffentlichte Umfrage des Instituts Zavecz Research bestätigt diesen Trend vor der Wahl in Ungarn. Hier verbessert sich die Tisza-Partei von Oppositionsführer
Peter Magyar um einen Punkt auf 51 Prozent, Fidesz bleibt hingegen unverändert bei 38 Prozent. 20 Prozent der Befragten seien vor Ungarn-Wahl am 12. April 2026 aber noch unentschieden. Die rechtsextreme Partei Mi Hazank (Unsere Heimat) könnte als dritte Partei ins Parlament einziehen, sollte sie die Fünf-Prozent-Hürde überwinden. Sie
liegt in den beiden Umfragen bei vier
bis fünf Prozent.

Magyar hat angekündigt, die Korruption einzudämmen, blockierte EU-Gelder in Milliardenhöhe freizusetzen und Ungarn fest in der EU und der Nato zu verankern. Fidesz hingegen verweist auf andere Umfragen, die der Regierungspartei weiterhin einen Sieg prognostizieren. Kritiker
wenden jedoch ein, dass diese Institute finanzielle oder persönliche Verbindungen zur Regierungspartei hätten. Die Institute 21 Research Centre und Zavecz Research gelten als politisch unabhängig.