Mit unserer Reihe „Augsburger Anekdoten“ erzählen wir kleine Geschichten mitten aus dem Leben unserer Stadt.

Augsburger Berühmtheit, die gar keine ist. Auch wer schon lange in Augsburg lebt, kennt noch nicht alle Geschichten und Gesichter der Stadt. In der Ausstellung „Haar – Macht – Lust“ in der Münchner Kunsthalle blickt eine Augsburgerin aus dem Rahmen, deren Geschichte unbedingt erzählt werden muss. Das Bild stammt etwa aus dem Jahr 1650, Barbara van Beck (geb. Ursler), die laut der daneben stehenden Beschreibung 1629 in Augsburg geboren wurde, litt an Hypertrichose, einem übermäßigen Haarwuchs. Wie viele andere Menschen mit einem besonders auffälligen Erscheinungsbild wurde sie zur Schau gestellt: 30 Jahre lang reiste sie durch Europa und wurde als „Kuriosum“ auf Jahrmärkten präsentiert. Im Internet finden sich einige Seiten, die das Leben der Augsburgerin beschreiben. Wikipedia berichtet, dass sie Johan Michael van Beck heiratete, der als ihr Manager fungierte. Selbst das British Museum in London listet ein Bildnis von ihr und ordnet sie als Augsburgerin ein, manche Internetseiten sagen, dass sie aus der Nähe von Augsburg stammt. Nur in Augsburg ist sie nicht bekannt. Das Stadtarchiv findet zu ihrer Person keinerlei Einträge. Ihre Eltern tauchen in den einschlägigen Steuerbüchern Augsburgs um 1630 nicht als Bürger der Stadt auf. Was daran liegen mag, dass sie offenbar in der Nähe von Kempten zur Welt kam, wie andere Quellen berichten. Wie es zu Augsburg als Geburtsort kam, wird ein Geheimnis der geschichtsträchtigen Überlieferungen bleiben. So schnell ist es um die neue Augsburger Berühmtheit geschehen, zumindest in Augsburg. Denn in vielen Museen, die ein Bild von ihr ausstellen, wird es wohl die Augsburgerin bleiben, die teils mit „wilden Menschen“ in Verbindung gebracht, aber auch für ihr Sprachtalent und Cembalospiel bewundert wurde.

Ein Gemälde von Barbara van Beck wird derzeit in der Ausstellung „Haar – Macht – Lust“ in der Münchner Kunsthalle gezeigt.

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Ein Gemälde von Barbara van Beck wird derzeit in der Ausstellung „Haar – Macht – Lust“ in der Münchner Kunsthalle gezeigt.
Foto: Miriam Zissler

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Ein Gemälde von Barbara van Beck wird derzeit in der Ausstellung „Haar – Macht – Lust“ in der Münchner Kunsthalle gezeigt.
Foto: Miriam Zissler

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Wer hat an den Zeigern dieser Uhr gezupft? Paulchen Panther war es sicherlich nicht …

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Wer hat an den Zeigern dieser Uhr gezupft? Paulchen Panther war es sicherlich nicht …
Foto: Gunter Oley

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Wer hat an den Zeigern dieser Uhr gezupft? Paulchen Panther war es sicherlich nicht …
Foto: Gunter Oley

Wer hat an der Uhr gedreht? Paulchen Panther wunderte sich regelmäßig: Kaum sah man auf die Uhr, war es schon wieder später als vorher, zu spät eigentlich immer für irgendwas. Auf einem Bahnhof kann das verheerende Folgen haben: Kommt man zu spät, ist der Zug weg. Wobei die Bahn ja meist auch selbst zu spät kommt und man den Anschluss deshalb oft doch noch bekommt. Am Augsburger Hauptbahnhof löst die Bahn das Uhrenproblem jetzt auf kreative Weise: Ankunft und Abfahrt werden digital zwar auf die Minute genau angezeigt, wer aber wissen will, wie spät es gerade ist, schaut … auf ein schwarzes Loch. Die Zeiger auf der Uhr rechts oben fehlen komplett. Wer hat an der Uhr gedreht? Paulchen Panther war es sicherlich nicht …

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Frohe Weihnachten! Der Hunger war groß, der Teller offenbar größer. Also ließ man sich den Rest vom Mittagessen auf dem Augsburger Stadtmarkt einpacken. Freundlich gereicht: eine Papiertüte. Stabil, praktisch – und Moment: mit Werbung für den Augsburger Christkindlesmarkt? Pünktlich zu Ostern trägt man also plötzlich weihnachtliche Vorfreude durch die Stadt. Na ja, vielleicht ist Augsburg seiner Zeit einfach voraus.

Frohe Weihnachten – äh, Ostern!

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Frohe Weihnachten – äh, Ostern!
Foto: Daniela de Haen

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Frohe Weihnachten – äh, Ostern!
Foto: Daniela de Haen

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