Nach 125 Jahren
Historische Decke wird saniert – Sperrung am Bahnhof Neustadt
06.04.2026 – 09:29 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Bahnhof Dresden-Neustadt (Archivbild): Die Empfangshalle wird länger gesperrt sein. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann)
Für eine aufwendige Sanierung bleibt die Empfangshalle eines Dresdner Bahnhofs gesperrt – über einen Monat lang. Was Reisende beachten müssen.
Die Deutsche Bahn saniert die denkmalgeschützte Stuckdecke im Bahnhof Dresden-Neustadt – und sperrt dafür die Empfangshalle vom 7. April bis voraussichtlich 12. Mai 2026. In dieser Zeit führt kein Weg mehr durch den Haupteingang am Schlesischen Platz.
Reisende erreichen die Bahnsteige dann nur über die Hansastraße. Stufenfrei sind sie während der Sperrung nicht zugänglich. Die Bahn verweist mobilitätseingeschränkte Fahrgäste auf die Bahnhöfe Dresden Mitte und Dresden Hauptbahnhof.
Für das Schutzgerüst verbaut die Bahn mehr als 180 Tonnen Stahl. Allein die 30 Stützen, auf denen eine Stahlplattenkonstruktion als Zwischendecke ruht, wiegen 16 Tonnen. Die Montage dauert rund fünf Wochen.
Danach beginnt dann die eigentliche Untersuchung der Decke. Erst auf dieser Grundlage will die Bahn planen, wie die Sanierung konkret aussehen soll. Einen Termin für die Bauarbeiten gibt es bisher nicht.
Die sogenannte Rabitzdecke wurde 1901 eingeweiht. Sie ist nach dem Berliner Maurermeister Karl Rabitz benannt und gilt laut Bahn als eine der ersten Stuckdecken dieser Größe, die nach diesem Verfahren gebaut wurden. Die dreiteilige, gewölbte Konstruktion mit dekorativen Stuckkränzen überspannt eine rund 1.200 Quadratmeter große Halle.
Einige Einrichtungen bleiben während der Sperrung erreichbar. Lidl, Bahnhof-Apotheke, WC-Anlagen, Schließfächer und eine DHL-Packstation sind über Seiteneingänge zugänglich. Bäckerei, DB Reisezentrum, DB Information und Taxistand ziehen vorübergehend in die Hansastraße um.
