Newsblog zum Krieg in Nahost

Iran: Geheimdienstchef der Revolutionsgarden getötet

Aktualisiert am 06.04.2026 – 10:13 UhrLesedauer: 48 Min.

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Im Video: Treffer legen Generatoren und wichtige Infrastruktur lahm. (Quelle: t-online)

Laut eines Berichts verhandeln USA und Iran über eine Waffenruhe. Elf Tote bei israelischen Angriffen im Libanon. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Der Leiter des Geheimdienstes der sogenannten Islamischen Revolutionsgarden, Madschid Chademi, soll bei einem US-israelischen Luftangriff getötet worden sein. Das meldet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim.

Aus der Meldung geht nicht hervor, wo genau Chademi getötet wurde. Allerdings bombardierte die israelische Luftwaffe in der Nacht zu Montag mehrere Wohnviertel in der iranischen Hauptstadt Teheran.

Die USA, der Iran und regionale Vermittler verhandeln derzeit einem Medienbericht zufolge über die Bedingungen für eine mögliche 45-tägige Waffenruhe. Diese könnte zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen, berichtete das Nachrichtenportal Axios am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf vier US-amerikanische, israelische und regionale Insider, die mit den entsprechenden Gesprächen vertraut sind. Diskutiert werde ein Abkommen in zwei Phasen.

Zunächst solle die 45-tägige Waffenruhe in Kraft treten, um
über ein endgültiges Ende der Kämpfe zu verhandeln. In der zweiten Phase solle dann ein entsprechendes Abkommen geschlossen werden, heißt es in dem Bericht. Die Waffenruhe könne bei Bedarf verlängert werden. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen. Das Weiße Haus und das US-Außenministerium reagierten nicht sofort auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

Die iranischen Streitkräfte haben örtlichen Behörden zufolge erneut zivile Infrastruktur in mehreren Golfstaaten angegriffen. Iranische Drohnen verursachten „schwere“ Schäden an mehreren kuwaitischen Ölanlagen und petrochemischen Anlagen, wie die staatliche Erdölgesellschaft Kuwaits am Sonntag mitteilte. In mehreren Anlagen seien Brände verursacht worden.

Das kuwaitische Strom- und Wasserministerium teilte zudem mit, zwei Strom- und Meerwasserentsalzungsanlagen seien durch einen Drohnenangriff aus dem Iran beschädigt worden, was „erhebliche Sachschäden und die Abschaltung von zwei Stromerzeugungseinheiten“ zur Folge gehabt habe. Das Finanzministerium erklärte, ein iranischer Drohnenangriff in Kuwait-Stadt habe „umfangreiche“ Schäden an einem Regierungsgebäude verursacht. Dabei seien jedoch „keine menschlichen Opfer zu verzeichnen“ gewesen. Später erklärte die kuwaitische Armee im Onlinedienst X, ihre Luftabwehr reagiere derzeit auf „feindliche Raketen- und Drohnenbedrohungen“.

In Bahrain gab der staatliche Energiekonzern bekannt, ein iranischer Drohnenangriff habe ein Feuer in einem Lagertank ausgelöst, das später gelöscht worden sei. Örtliche Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten meldeten derweil, der Hafen von Chor Fakkan an der Ostküste des Golfstaates unweit der Einfahrt zur Straße von Hormus, sei Ziel eines Angriffs gewesen. Dabei seien vier Menschen durch herabfallende Trümmerteile verletzt worden, die beim Abfangen des von den Behörden nicht identifizierten Geschosses entstanden seien.