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Uns auf Google folgenBleibt mit seiner Mannschaft im Jahr 2026 ungeschlagen: Essingens Trainer Simon Köpf konnte mit seinem Team beim Ersten in Aalen gewinnen und auch beim Zweiten in Mannheim punkten.Bleibt mit seiner Mannschaft im Jahr 2026 ungeschlagen: Essingens Trainer Simon Köpf konnte mit seinem Team beim Ersten in Aalen gewinnen und auch beim Zweiten in Mannheim punkten. © Oliver Giers

Der TSV Essingen zeigt erneut Moral: Nach zwischenzeitlichem Rückstand trifft die Köpf-Elf tief in der Nachspielzeit und holt beim VfR Mannheim ein 2:2.

Mannheim. Zwei Änderungen gab es in der Essinger Startformation im Vergleich zum Heimsieg gegen Oberachern: Patrick Funk musste passen, für ihn spielte Julian Biebl. Darüber hinaus begann Leon Leuze für Tom König.

Die Gäste erwischten einen guten Start und verzeichneten in der fünften Minute die erste Gelegenheit: Erman Kilic wurde über rechts schön freigespielt und marschierte in den Strafraum, setzte den Schuss aber knapp am langen Pfosten vorbei. Beide Mannschaften zeigten in der Folge gute Kombinationen, standen aber auch defensiv stabil. So entwickelte sich ein ansehnliches Oberligaspiel ohne große Tormöglichkeiten.

Essingen geht in Führung

Doch die Essinger zeigten sich nach rund einer halben Stunde effizient: Besnik Koci bereitete für Niklas Groiß vor, der aus halblinker Position mit einem überlegten Abschluss zum 0:1 traf. In der 40. Minute zog Gökalp Kilic aus rund 20 Metern wuchtig ab und zwang Mannheims Torwart David Nreca-Bisinger zu einer Flugparade.

„Es war ein super Oberligaspiel, vor allem ein sehr guter Auswärtsauftritt meiner Mannschaft. Mannheim hatte mehr vom Spiel, wir jedoch die besseren Chancen“, analysierte Essingens Trainer Simon Köpf.

Mannheim dreht das Spiel

Im zweiten Durchgang zeigte sich den knapp 300 Zuschauern zunächst ein ähnliches Bild. Mannheim versuchte Lücken zu finden, doch der TSV verteidigte konsequent und konnte sich auch spielerisch immer wieder befreien.

In der 69. Minute fiel dann dennoch der Ausgleich: Jannik Marx spielte einen ideal getimten Pass durch die Schnittstelle der Essinger Abwehrkette auf Marvin Kadner, der mit einem platzierten Abschluss zum 1:1 traf.

Kurz darauf beinahe der Doppelschlag für den Tabellenzweiten: Nach einem Essinger Eckball konterte der VfR zielstrebig, Pasqual Pander lief allein auf Jerome Weisheit zu, doch Essingens Schlussmann blieb lange stehen und parierte stark.

In der 83. Minute war dann aber auch Weisheit geschlagen: Nach einem Freistoß wurde es im Essinger Strafraum unübersichtlich, am Ende musste Pander aus kurzer Distanz nur noch den Kopf zum 2:1 hinhalten. „Wir bekommen aus dem Nichts diese zwei Nackenschläge“, so Köpf.

Doch der TSV steckte nicht auf, investierte noch einmal in die Offensive und wurde spät belohnt: Weisheit spielte in der 94. Minute einen punktgenauen Diagonalball auf Patrick Auracher, der den Ball in die gefährliche Zone köpfte, wo Max Neunhoeffer mit einem Volleyschuss flach neben den Pfosten zum umjubelten 2:2-Ausgleich traf.

Essingen bekannt für späte Tore

Dass die Essinger späte Tore erzielen können, haben sie schon mehrfach unter Beweis gestellt. „Wir glauben bis zum Schluss an uns. Das zeichnet uns in dieser Saison aus“, so Köpf, der dennoch mit dem Ergebnis nicht vollends zufrieden war: „Es wäre mehr drin gewesen heute.“

VfR Mannheim – TSV Essingen 2:2 (0:1)

Essingen: Weisheit – Etemi (43. Neunhoeffer), Auracher, Ruther, Koci – Biebl (77. Bux) – E. Kilic (84. König), Pfänder (87. Abruscia), G. Kilic, Leuze (72. Dudda) – Groiß

Tore: 0:1 Groiß (31., Koci), 1:1 Kadner (69.), 2:1 Pander (83.), 2:2 Neunhoeffer (90+4., Auracher)Schiedsrichter: Christian EiletzZuschauer: 300