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Bremen – Immer wieder schlugen die Täter in Bremen zu: Bei ihren insgesamt fünf Schusswaffen-Attacken mitten in der Stadt starb ein Mann (32), vier Opfer (zwischen 25 und 60 Jahren) wurden verletzt. Jetzt steht die Gewaltserie offenbar kurz vor der Aufklärung. Die Polizei fahndet dringend nach zwei Verdächtigen.
Das Vorgehen war stets gleich: Auf offener Straße in Bremen zogen die Angreifer die Waffe, zielten auf die Beine ihrer Opfer und verschwanden unerkannt. Die Bevölkerung war extrem verunsichert, die eigens gegründete Soko „Fokus“ ermittelte rund um die Uhr.
Jetzt wissen die Ermittler, wer mutmaßlich hinter den Attacken steckt: „Zwei Männer konnten als Tatverdächtige identifiziert werden. Beide sind derzeit flüchtig, nach ihnen wird mit Hochdruck gefahndet“, teilt die Polizei mit. „Die Männer stehen im dringenden Verdacht, an den Schusswaffenvorfällen in Walle, in der Neustadt und in Obervieland beteiligt gewesen zu sein.“ Die Gesuchten sind türkische Staatsbürger.

Bremen, 17. März: Die Polizei sichert Spuren nach den tödlichen Schüssen auf einen Mann
Foto: Sebastian Peters/NEWS5/dpa
Die Chronologie der Schuss-Attacken in Bremen
1. März, 17.25 Uhr (Stadtteil Überseestadt/Huckelriede): Einem Mann (43) wird in beide Beine geschossen
1. März, 23.20 Uhr (Walle/Neustadt): Ein Mann (42) erleidet eine Schusswunde im Fuß
17. März (Neustadt): Ein Mann (32) wird bei Schüssen getötet
28. März (Neustadt): Ein Mann (25) wird mehrfach in beide Beine geschossen
31. März (Obervieland/Kattenturm): Ein Mann (60) erleidet Schusswunden in beiden Beinen. Er ist das bisher letzte Opfer
Was steckt hinter den Attacken?
Wie die Polizei auf die Spur des bewaffneten Duos kam, will sie auf BILD-Nachfrage aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt geben. Aber sie ist sich sicher: „Der Fall steht kurz vor der Aufklärung.“ Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an, die Motive seien „eher im persönlichen Bereich zu suchen“, heißt es weiter. Clan- bzw. Drogenkriminalität sind ausdrücklich nicht ausgeschlossen.
Das erste Opfer der Serie kam nach dem Angriff am 1. März wegen einer Straftat aus dem Jahr 2016 selbst in Haft, wie mehrere Medien berichteten. Ob die Schüsse damit in Verbindung standen, ist aber noch unklar.

Diese Gaststätte wurde nach dem Schussangriff auf der Kornstraße durchsucht
Foto: NEWS5
So sehen die bewaffneten Täter aus
Wer die Männer aus der Türkei sieht, sollte sie keinesfalls ansprechen, sondern sofort den Notruf 110 wählen. Sie sind gefährlich und bewaffnet. Die Polizei fahndet mit Fotos nach ihnen.
Osman Sönmez ist etwa 180 Zentimeter groß, wiegt rund 90 Kilogramm, hat dunkle Haare und verändert wiederholt sein äußeres Erscheinungsbild.

Osman Sömnez wird dringend gesucht, verändert immer wieder sein Äußeres
Foto: Polizei Bremen
Ferhat Kocakelci ist etwa 169 Zentimeter groß, hat schwarze, schüttere Haare und trug zuletzt einen Vollbart.

Ferhat Kocakelci ist ebenfalls Türke, etwas kleiner als der andere Tatverdächtige und könnte den Bart abrasiert haben
Foto: Polizei Bremen
Wer Hinweise zum Aufenthaltsort der Gesuchten geben kann, wird gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter Tel. 0421 3623888 zu melden.