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Hamburg – Eine Woche nach der blutigen Attacke auf eine 65-Jährige ist der eingefangene Wolf wieder in Freiheit. Das männliche Jungtier wurde mit einem Sender ausgestattet und am Ostersonntag ausgewildert, teilte die Umweltbehörde mit.
Vor einer Woche kam es in Hamburg-Altona zu einem unfassbaren Zwischenfall. Ein Wolf, der zuvor mehrfach in der Gegend gesichtet worden war, griff eine 65-Jährige an. Die Frau erlitt Bissverletzungen im Gesicht. Nach BILD-Informationen hatte sie eine blutende Wunde am Mundwinkel und an der Wange. Das Tier flüchtete, konnte aber später von einem Stadtjäger am Hamburger Jungfernstieg eingefangen werden.

Polizeibeamte am Abend des 30. März mit einer Tierschlinge im Einsat
Foto: NonstopNews
Umweltsenatorin: „Auswilderung auf Bewährung“
Am Dienstag brachten Helfer den geschwächten Wolf in eine Wildtierauffangstation nach Niedersachsen. Dort sollte er sich zunächst erholen. Experten versorgten ihn und seine oberflächlichen Wunden. Der Wolf wurde auch auf Tollwut getestet. Da das Ergebnis negativ war, stand einer Auswilderung nichts im Weg.

In der Auffangstation in Niedersachsen konnte der Wolf wieder zu Kräften kommen
Foto: Wildtier- und Artenschutzstation e.V. Sachsenhagen
Seit Ostersonntag ist das Raubtier wieder frei. Wo genau es ausgewildert wurde, teilte die Behörde nicht mit. Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) betont: „Es ist eine Auswilderung auf Bewährung.“ Weiter sagt Fegebank: „Mit der Auswilderung haben wir für diesen Wolf nun eine rechtssichere Lösung gefunden, die die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und das Tierwohl berücksichtigt.“
Durch den Sender sei sichergestellt, dass der Standort des Tieres zu jeder Zeit bekannt sei und Jäger im Zweifel unmittelbar eingreifen könnten, wenn es sich beispielsweise wieder einer Siedlung nähere. Am Ostersonntag, noch bevor die Auswilderung offiziell bekannt wurde, versammelten sich rund 100 Tierschützer zu einer Mahnwache am Hamburger Jungfernstieg. Mit der Aktion setzten sie sich für die Freilassung des Wolfs ein.
Verhalten bei Begegnungen mit dem Wolf*
(1) Ruhig verhalten und Abstand halten. (2) Wenn der Wolf sich nicht zurückzieht, sprechen Sie laut oder klatschen Sie in die Hände, um sich bemerkbar zu machen. (3) Rennen Sie nicht davon, dies könnte ein Verfolgungsverhalten des Tieres auslösen. (4) Sollte der Wolf sich nähern, bleiben Sie stehen und machen Sie sich groß, versuchen Sie ihn einzuschüchtern.
*Dabei handelt es sich um offizielle Empfehlungen des Bundesumweltministeriums.