Frankreich stockt sein Militärbudget bis 2030 um 36 Milliarden Euro auf. KNDS erhält einen direkten Großauftrag für Haubitzen und erhält so Rückenwind für den geplanten Börsengang 2026.
Frankreich stockt seinen Verteidigungshaushalt massiv auf – und KNDS profitiert davon unmittelbar. Eine Aktualisierung des französischen Militärprogrammgesetzes (LPM) fügt dem Planungszeitraum 2024 bis 2030 zusätzliche 36 Milliarden Euro hinzu und hebt das Gesamtvolumen auf 449 Milliarden Euro an.
Konkrete Aufträge für KNDS
Der überarbeitete Haushalt sieht für 2026 eine Sofortinjektion von 3,5 Milliarden Euro in den Verteidigungssektor vor. Das Gesamtbudget für das laufende Jahr steigt damit auf 57,1 Milliarden Euro – ein Plus von 6,7 Milliarden gegenüber dem Vorjahr.
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Herzstück der Bestellung ist ein Auftrag über 109 CAESAR-NG-Haubitzen, das zentrale Artilleriesystem von KNDS. Der Auftragswert liegt bei rund 350 Millionen Euro, die Lieferungen sind zwischen 2026 und 2030 geplant. Ergänzend reserviert das aktualisierte Gesetz 8,5 Milliarden Euro für Munitionsbestände bis 2030 – viermal so viel wie bisher.
IPO-Kurs bleibt gesetzt
Die wachsende Auftragslage fällt zeitlich mit den Vorbereitungen für den geplanten Börsengang 2026 zusammen. Das Management hat Lazard als Hauptberater für den Listing-Prozess beauftragt und peilt eine Marktbewertung von rund 20 Milliarden Euro an.
Parallel prüft die deutsche Bundesregierung, ob sie im Zuge des IPO Anteile an dem 2015 aus der Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und Nexter Systems entstandenen Unternehmen erwerben will – einschließlich einer möglichen Mehrheitsbeteiligung. Zum Vergleich: Rheinmetall meldete zuletzt einen Rekordauftragsbestand von 63 Milliarden Euro, getrieben von der europäischen Aufrüstungswelle.
Mit dem aktualisierten LPM erhält KNDS kurz vor dem Börsengang eine substanzielle staatliche Rückendeckung: gesicherte Lieferverträge, ein wachsendes Auftragsvolumen und ein politisch klar definiertes Beschaffungsumfeld – eine solide Ausgangslage für den Gang aufs Parkett.
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