Teestunde wie in England

Dieses Dresdner Café serviert die perfekte Teatime

Aktualisiert am 07.04.2026 – 07:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Jeder Tee wird in schönen weißen Porzellankännchen serviert und nach dem Ziehen in zarte Teeschalen gegossen.Vergrößern des Bildes

Jeder Tee wird in schönen weißen Porzellankännchen serviert und nach dem Ziehen in zarte Teeschalen gegossen. (Quelle: Beate Erler)

Das Café „Amalie“ im 5 Sterne-Hotel Taschenbergpalais ist ein Geheimtipp für Teeliebhaber. Den besonderen Afternoon-Tea bekommt man nur auf Vorbestellung.

Blank polierte Marmortresen, Törtchen wie kleine Kunstwerke, Pralinés in der Vitrine: Das Café Amalie im Hotel Taschenbergpalais empfängt seine Gäste stilvoll. Statt enger Tischreihen gibt es gemütliche Nischen mit Sofas und Sesseln in verschiedenen Designs.

Die Patisserie und Lounge ist nach Amalie von Sachsen benannt, die 1794 in Dresden geboren wurde und im Taschenbergpalais wohnte. Die Prinzessin von Sachsen war Komponistin von Opern und verfasste Theaterstücke.

Im Café dreht sich alles um Tee. Die Karte listet fast 20 Sorten auf – von Schwarztee über Weißtee bis zu Kräuter- und Früchtemischungen. Der Kellner empfiehlt den Pai Mu Tan & Melon, ein Weißer Tee aus China. Die Frühlingspflückung soll zart nach Melone schmecken.

Jeder Tee wird in schönen weißen Porzellankännchen serviert und nach dem Ziehen in zarte Teeschalen gegossen. Der Kellner hat noch wertvolle Insidertipps. Der Pai Mu Tan sollte maximal 50 Sekunden ziehen, weil er sonst schnell bitter wird. Und wirklich, nach exakt 50 Sekunden, mit der dazu gestellten Sanduhr gestoppt, schmeckt der Tee köstlich nach einem Hauch von Melone.

Etwas, das es im Café Amalie nur auf Vorbestellung gibt, ist der „Klassische Afternoon Tea“ mit feinen Sandwiches, traditionellen englischen Scones mit Clotted Cream, Gebäck und Teespezialitäten. Mindestens einen Tag vorher muss man die Besonderheit anmelden, da die Zubereitung länger dauert. Serviert wird alles auf einer fein angerichteten Etagere.

Im Café Amalie muss man etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Tees (Kännchen) kosten alle neun Euro und der Afternoon Tea pro Person 39 Euro. Wenn man keinen großen Hunger hat, reicht aber auch eine Etagere für zwei.

Im Bundesland der Kaffeesachsen ist die Teekultur weniger bekannt. August der Starke brachte die „Chinoiserie“ im 18. Jahrhundert aus Asien nach Dresden. Die Kunstrichtung umfasst Innenarchitektur, Porzellan, Tapeten und Möbel und in Dresden kann man sie sich zum Beispiel im Chinesischen Teehaus im Schlosspark Pillnitz und Teetassen, Teekannen und Teeschalen im Zwinger oder in der Meißner Porzellanmanufaktur anschauen.

Amalie Patisserie & Lounge im Hotel Taschenbergpalais, Taschenberg 3, 01067 Dresden, Montag bis Sonntag 10-19 Uhr, Küche: Europäisch, Französisch, Nachmittagstee