Zwei Verdächtige, die von der Polizei Bremen gesucht werden.

Stand: 07.04.2026 11:06 Uhr

Nach mehreren teils tödlichen Schussangriffen in der Stadt Bremen hat die Polizei Fotos von zwei Verdächtigen veröffentlicht und rät zur Vorsicht. In Verbindung mit den Vorfällen durchsuchten Beamte auch Wohnungen in Niedersachsen.

Zu den Tatverdächtigen sagte die Polizei am Montag: „Beide sind derzeit flüchtig, nach ihnen wird mit Hochdruck gefahndet.“ Bei den Gesuchten handele sich um einen 35-Jährigen sowie um einen 39-Jährigen. „Beide Männer gelten als gefährlich“, teilten die Beamten mit. Daher sollten mögliche Zeugen die Verdächtigen nicht ansprechen, sondern die Polizei verständigen.

Mehrerer Gewalttaten verdächtig

Ein Verdächtiger, die von der Polizei Bremen gesucht werden.

Die Männer stünden im dringenden Verdacht, an Gewalttaten mit Schüssen in Walle, in der Neustadt und in Obervieland beteiligt gewesen zu sein. Der 35-Jährige wird als 1,80 Meter groß beschrieben und soll dunkle Haare haben. Nach Angaben der Polizei habe er mehrfach sein Aussehen verändert. Der 39 Jahre alte Verdächtige soll etwa 1,69 Meter groß sein, schwarzes, schütteres Haar und zuletzt einen Vollbart getragen haben.

Durchsuchungen in Niedersachsen

Am Donnerstag hatten Einsatzkräfte der eingerichteten Sonderkommission „Fokus“ in Bremen und in Niedersachsen Wohnungen durchsucht. Zu den genauen Standorten machten die Beamten keine Angaben – „aus ermittlungstaktischen Gründen“, hieß es am Freitag. Bei den Durchsuchungen seien „relevante Beweismittel“ beschlagnahmt worden. Insgesamt „weitere bedeutende Fortschritte erzielt“ worden, so die Polizei. Wie diese aussehen, nannte sie nicht. Die Erkenntnisse trügen aber dazu bei, „die Hintergründe der Taten weiter aufzuhellen und mögliche Zusammenhänge besser einzuordnen“.

Ein Toter, mehrere Verletzte

Seit Anfang März hat es fünf Schussangriffe in der Stadt Bremen gegeben. Ein 32-Jähriger war Mitte März an seinen Schussverletzungen gestorben, mehrere Menschen erlitten schwere Verletzungen durch Schusswaffen.

Chronologie der Schusswaffenangriffe in Bremen

  • 1. März, 17.25 Uhr (Überseestadt/Huckelriede): 43-Jähriger erleidet mehrere Schusswunden in beiden Beinen.
  • 1. März, 23.20 Uhr (Walle/Neustadt): 42-Jähriger erleidet eine Schusswunde im Fuß.
  • 17. März (Neustadt): 32-Jähriger stirbt an Schussverletzungen.
  • 28. März (Neustadt): 25-Jähriger erleidet mehrere Schusswunden in beiden Beinen.
  • 31. März (Kattenturm): 60-Jähriger erleidet Schusswunden in beiden Beinen.

Die Angaben stammen von der Polizei Bremen.

Bevölkerung offenbar beunruhigt

Die Polizei Bremen betont, sie sei sich der Verunsicherung unter den Bürgerinnen und Bürgern bewusst und nehme sie ernst. Es werde alles darangesetzt, die Vorfälle aufzuklären. Hinweise nimmt sie unter anderem anonym über ein Online-Hinweisportal entgegen.

Eine Polizeibeamtin sucht nach Spuren, nachdem in Bremen ein 60-Jähriger angeschossen wurde.

Es ist die fünfte Gewalttat mit Schüssen in der Stadt innerhalb eines Monats. Die Polizei fahndet nach dem Täter.

Ein 60-Jähriger wurde schwer verletzt. Er hatte Schusswunden in beiden Beinen.

Der Mann erlitt Schusswunden in den Beinen. Es ist die fünfte Gewalttat mit Schüssen in der Stadt in einem Monat.

Mitarbeitende der Spurensicherung untersuchen eine Straße in Bremen.

Am Samstag war ein 25-Jähriger in Bremen schwer verletzt worden. Ein Zusammenhang zu ähnlichen Vorfällen wird geprüft.

Mehrere Polizisten stehen nach Schüssen in Bremen vor einem Kiosk.

Der Mann war am Dienstag in eine Klinik gebracht worden, wo er starb. Die Polizei Bremen sucht Zeugen.