Auf der A3
Als Familienreise getarnt: Zoll lässt Schmuggel auffliegen
07.04.2026 – 14:03 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Ladefläche des Transporters: Zwischen Sperrmüll und Koffern wurde die Schmuggelware entdeckt. (Quelle: Hauptzollamt Nürnberg)
Bei der Kontrolle eines Fahrzeugs aus Rumänien entdecken Nürnberger Zöllner große Mengen Schmuggelware. Der Steuerschaden hätte fast 40.000 Euro betragen.
Beamte des Hauptzollamts Nürnberg haben fast eine Viertelmillion Schmuggelzigaretten – im wahrsten Sinne des Wortes – aus dem Verkehr gezogen. Nach Angaben der Beamten wurden die Zigaretten Ende März bei der Kontrolle eines Transporters auf der A3 bei Neumarkt in der Oberpfalz entdeckt.
Die Fahrzeuginsassen, eine dreiköpfige Familie, gaben demnach an, auf dem Weg von Rumänien nach Großbritannien zu sein. Der 43-jährige Fahrer hatte auf Nachfrage zunächst lediglich sechs Flaschen Wein als anmeldepflichtige Waren angegeben. Weil sich die Zöllner aber über die Beladung des Fahrzeugs wunderten, nahmen sie daraufhin den Transporter einmal genauer unter die Lupe.
Im Laderaum entdeckten die Beamten neben Reisekoffern und Sperrmüll mehrere große Kartons. Als sie den Fahrer aufforderten, eine separat errichtete Kontrollstelle anzufahren, gestand dieser den Schmuggel. Insgesamt stellten die Zöllner laut eigenen Angaben über 200.000 Zigaretten mit rumänischer Steuerbanderole sicher. Durch den Fund konnte ein Steuerschaden von fast 40.000 Euro verhindert werden, hieß es. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Zwar könne man als Privatperson grundsätzlich Zigaretten für den Eigenbedarf aus EU-Mitgliedstaaten steuerfrei nach Deutschland mitbringen, erklärte eine Sprecherin des Nürnberger Hauptzollamts. „Bei dieser Menge werden die Richtwerte, bei denen man noch von einem privaten Verbrauch ausgehen kann, aber um das 250-Fache überschritten“, fügte sie hinzu.
