
Stand: 07.04.2026 13:50 Uhr
Nachdem eine Oberleitung auf eine S-Bahn gestürzt ist, bleibt der Abschnitt zwischen Barnten und Hildesheim voraussichtlich bis Freitag gesperrt. Der Bahnverkehr bei Hildesheim ist weiter eingeschränkt.
Gegen 12 Uhr am Freitag soll die Sperrung voraussichtlich aufgehoben werden, teilte die S-Bahn Hannover (SBH) am Dienstag auf ihrer Website mit. Am Montagabend hatte es noch geheißen, dass der Abschnitt voraussichtlich am Mittwoch freigegeben werden kann.
Baustoffe und Personal fehlen
Für die Verzögerung gebe es drei Gründe, sagte ein Sprecher der SBH dem NDR Niedersachsen. Zum einen sei nicht nur die Oberleitung gerissen, sondern auch ein Mast beschädigt – beides müsse repariert werden. Dazu kämen Lieferprobleme bei den Baustoffen sowie fehlendes Personal bei der DB InfraGO. Diese ist für die Infrastruktur der Bahn verantwortlich und muss die Arbeiten ausführen.
Trensdev informiert über aktuelle Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr zwischen Barnten und Hildesheim.
S4 fährt bis Barnten – Busse auch im Nachtverkehr
Der betroffene Streckenabschnitt ist bereits seit Samstagabend gesperrt. Seit Ostersonntag fährt die S4 laut SBH ab Hannover nur bis Barnten und wird von dort nach Nordstemmen umgeleitet, um zu wenden. In Nordstemmen können Fahrgäste die RB77 nutzen, um zum Hildesheimer Hauptbahnhof zu gelangen. Zusätzlich verkehren seit Sonntag ersatzweise zwei Busse zwischen Barnten und Hildesheim. Diese stünden durchgängig zur Verfügung, auch im Nachtverkehr, so die SBH.
S-Bahn evakuiert
Am Samstagabend war nach Angaben des SBH-Sprechers eine heruntergerissene Oberleitung auf dem Dach einer S-Bahn gelandet. 290 Menschen mussten deshalb in der Gemeinde Giesen bei Hildesheim den Zug verlassen.

Am Donnerstag kam es wegen Störungen in Haste, Nienburg und Linsburg zu Verspätungen und Ausfällen auf den Linien S1 und S2.

Betroffen war der Abschnitt zwischen Hannover Hauptbahnhof und Lehrte. Die S-Bahn-Linie 7 wurde durch Busse ersetzt.

Laut Betreiber Transdev wurde ein Großteil der technischen Einschränkungen behoben. Seit dem Jahreswechsel gab es Probleme.