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Die Gewerkschaft Verdi plant neue Nahverkehrs-Streiks in Bayern. Für München gibt‘s zwar noch keine offiziellen Angaben – aber Alarmbereitschaft für die Pendler ist angebracht.
München – Die Gewerkschaft Verdi setzt nach Ostern die Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr fort. In Nürnberg und Augsburg soll der Verkehr ganztägig lahmgelegt werden. In Augsburg soll zum Beispiel schon am Dienstag (7. April) gestreikt werden. Betroffen sind Straßenbahn- und Stadtbuslinien im gesamten Stadtgebiet. Die dortigen Stadtwerke empfehlen, auf andere Anbieter wie die Buslinien des AVV oder Regionalbahnen umzusteigen. „Anders als in manchen anderen Städten, wie etwa München, sind in Augsburg nur wenige Buslinien an externe Busunternehmen vergeben, die nicht bestreikt werden“, hieß es.
Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zu Warnstreiks bei Bus & Bahn aufgerufen. © Marcus Brandt/dpa
Hintergrund des Treiks sind die aktuellen Tarifverhandlungen: nachdem es bisher keine Einigung zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern gab, ist die nächste Verhandlungsrunde für 15. April geplant – und davor will Verdi Druck machen.
ÖPNV-Streik auch in Nürnberg
In Nürnberg sollen die Beschäftigten der Verkehrsgesellschaft VAG am Dienstag und Mittwoch (7. und 8. April) streiken. Am Dienstag sollen zunächst nur Wartungsarbeiten in Nürnberg betroffen sein, am Mittwoch werde es dann größere Auswirkungen geben. Betroffen sind laut Verdi U-Bahn, Straßenbahn und Busverkehr im gesamten Stadtgebiet, nicht aber die S-Bahn. Der Streik dürfte sich auch auf das Nürnberger Volksfest auswirken, das am Osterwochenende startete und bis zum 26. April dauern soll. Besucherinnen und Besucher müssten mit Problemen bei der An- und Abreise rechnen.
Nach Angaben von Verdi soll in der kommenden Woche auch in anderen bayerischen Städten die Arbeit niedergelegt werden. Wo genau, war zunächst unklar. Zudem gebe es Planungen für eine landesweite Aktion, aber noch kein genaues Datum, sagte ein Gewerkschaftsvertreter.
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Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) konnte sich auf Nachfrage am Sonntag zunächst noch nicht dazu äußern, wann die bayerische Landeshauptstadt betroffen sein könnte. Allerdings: Dass Verdi ausgerechnet München verschonen sollte, ist kaum zu erwarten. Bereits in den vergangenen Verhandlungsrunden waren Busse, Trams und U-Bahnen der MVG massiv betroffen.