DSK: Innovative Methode für kaputte Straßen
Der Türmer am Rathaus Gladbeck. Foto: Peter Braczko

Hömma, Gladbecker!

Gladbeck – 07.04.2026 – DSK – Hömma, Gladbecker, sacht den Türmer von Ratshaus. Weisse wat ich nich verstehen tu?

Nee, wat verstehsse denn jezz schon widder nich?

Na, dat mit die Schlachtlöcher inne Gladbecker Straaßen. Da les ich inne gedruckte und inne virulente Medien, dat unsere Politik und die Verwaltung vonne Stadt die Löcher zumachen wollen. Da gibtet eine Technik, die DSK heissen tut. Zuerst hab ich ja gemeint, dat die Deutsche Steinkohle damit wat zu tun hat. Weiß ja noch, letzten Pütts in Ibbenbüren und Bottrop. Aber die DSK gibtet ja nich mehr. Jezz is dat ne Methode, um kaputte Straßen widder fertich zu machen. Da tun die Assfalt bis annen Rand vonne Löcher werfen und –wups- ist die Straße kraterfrei und fertich.

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Hömma, ich als alten Einwohnenden von diese Gemeinde und seit meine Hüft-OP von vor n paar Jahre, leidenschaftlichen Radfahrer, abber ohne Lizenz von ADFC, denk da n bisken anders drüber.

Wenn se dat DSK auffe Trottoars und Radwege schmeißen, is dat völlich in Ordnung. Fußgängers, Rolautors und Radfahrers solln ohne gefäährliche Stelln in Assfalt vorwärz kommen können. Abber wenn die dat auch auffe Fahbahn machen, weisse wat dann passieren tut?

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Eyh, Türmer, machet nich so spannend. Erzähl schon.

Also, wenn die Fahrbahnen mit DSK schön glatt gemacht sind, dann rasen die Idioten widder rücksichtslos und mit Karacho übber de Straaßen. Nix 10km/h, nix 30 oder 50km/h. Alles nach dat Motto: Gib Laffka, Koslowski, drück auf Gas. Und dat is gegen dat, wat eigentlich ja wichtig is: Beruhigung in Verkehr!

Mein Vorschlach is, da wo die Krater noch nich tief genuch sind, noch ne Schüppe rauskratzen und die Löcher tiefer machen. Und dat darum, damit die Autofahrers schön langsam um die Löcher rumfahrn tun um ihre Autos nich zu schrotten. Und wer rast, könnte Pech habn.

Ich will als ersten an Straßenrand stehn und inne Hände klatschen und johlen, wenn son Idiot mit vier Auspüffe und 300 PS unter de tiefergelechte Haube dat Loch nich sieht, voll in Krater reinbrettert und ganz schnell verkehrsberuhigt wird von 100 auf null.

Füre Versorgung vonne Schäden anne Autos sorcht die Gladbecker Kraftfahrzeugreparaturindustrie. Die macht mehr Umsatz, zahlt mehr Steuern, der Kämmerad inne Kämmerei freut sich.

Einen folgenden Affekt ist dann noch, die Stadt muss keine Kohle raustun für dat Repariern vonne Löcher inne Straßen. Dat Flegen vonne Löcher is ne richtige Infarktstrukturmaßnahme, die nix oder wenich kostet.

Kannze mich noch folgen, Gladbecker?

(NT)

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