
Stand: 07.04.2026 17:33 Uhr
Das Amtsgericht in Hannover sagt Wildpinklern den Kampf an – mit einem speziellen Lack. Durch diesen soll der Urinstrahl von der Gebäudewand abprallen und den Verursacher treffen.
Dieser suche sich künftig dann hoffentlich einen anderen Ort, um seine Notdurft zu verrichten, heißt es von Stadt und Amtsgericht. Das Gericht will den Speziallack auf die rund 50 Meter lange Gebäudefassade auftragen lassen, welche direkt an den Drogenkonsumraum grenzt. Sie wäre damit den Angaben des Amtsgerichts zufolge die erste „wehrhafte Wand“ ihrer Art in ganz Niedersachsen. Der Lack soll laut Gericht in den nächsten Monaten angebracht werden, dann sei es dafür warm genug. Zuerst berichtete darüber die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“.

Der Neubau des Amtsgerichts grenzt direkt an die offene Drogenszene der Stadt – das sorgt für viele Probleme.
Immer wieder Urin an Gebäudewand
Laut Gerichtssprecher Patrick Skeries kommt es am Gebäude immer wieder zu Beschädigungen sowie Schmutz durch Urin und Schmierereien. Das Amtsgericht beklagt seit Längerem Probleme. Im vergangenen Jahr hatte die Präsidentin, Christiane Hölscher, außerdem kritisiert, dass sich Zeugen nicht zum Gericht trauten, weil sie in der Gegend Angst hätten. Auch würden in der Fassade des Gerichts Drogenpäckchen versteckt. Die Stadt hatte damals reagiert und die Präsenz von Polizei und Ordnungsdienst nahe dem Amtsgericht erhöht.

Der Neubau des Gerichts grenzt direkt an die offene Drogenszene der Stadt – das sorgt für viele Probleme.

Der Konflikt schwelt schon seit Jahren. Mitarbeitende des Gerichts und auch Zeugen fühlen sich nicht sicher.
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