Oberliga-Posse
Verband erzwingt Spiel – viele Fans bleiben draußen
08.04.2026 – 03:17 UhrLesedauer: 1 Min.
Blick auf das Spielfeld des Mommsenstadions in Berlin (Archivbild): Der Rasen des Stadions ist offenbar von Pilzen befallen. (Quelle: Matthias Koch/dpa)
Tennis Borussia will ein Nachholspiel absagen – doch der Verband besteht auf Austragung. Warum nur ein Teil der Fans ins Stadion darf.
Das Nachholspiel von Tennis Borussia Berlin gegen die SG Dynamo Schwerin entwickelt sich zur Posse. Die Partie des 18. Spieltages der Oberliga Nordost, Gruppe Nord, war ursprünglich wegen winterlichen Schneefalls abgesagt worden. Die Lösung: Nachholtermin am Mittwoch. Doch aus der simplen Lösung wurde ein bürokratisches Durcheinander.
Denn im Mommsenstadion in Eichkamp, der Heimspielstätte des früheren Bundesligisten, war der Rasen nach der verlängerten Winterpause wegen Pilzbefalls unbespielbar. Tennis Borussia wich deshalb ins Stadion Wilmersdorf aus – und hoffte, gegen Schwerin endlich wieder zu Hause antreten zu können.
Daraus wird nichts. Der Rasen im Mommsenstadion weist Löcher auf, in denen sich die Rasenberegnungsanlagen befinden. Das Sportamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat diese Schäden bislang nicht repariert – und die Austragung der Partie auf dem Platz deshalb untersagt.
Das bisherige Ausweichstadion in Wilmersdorf steht unter der Woche ebenfalls nicht zur Verfügung. Tennis Borussia sah keinen Ausweg und sagte das Nachholspiel ab.
Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) akzeptierte die Absage jedoch nicht und drängte auf eine Austragung der Partie – auf dem Ausweichplatz der Hans-Rosenthal-Anlage. Allerdings gilt dieser Platz für ein Spiel mit sicherheitsrelevantem Charakter als ungeeignet. Denn sowohl Tennis Borussia als auch Dynamo Schwerin kämpfen gegen den Abstieg – eine Konstellation, die erhöhte Anforderungen an die Sicherheit stellt.
Die Konsequenz: Zum Spiel zugelassen werden nur Dauerkarteninhaber sowie Personen, die bereits im Voraus ein Ticket online erworben haben.
