Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Russland zerstört historisches ukrainisches Gebäude
Aktualisiert am 08.04.2026 – 07:21 UhrLesedauer: 7 Min.
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Im Video: So sieht das zerstörte Gutshaus der Familie Dontsi-Zakharzhevski aus. (Quelle: t-online)
Drei Menschen sterben bei russischem Angriff auf ukrainischen Bus. Der ukrainische Präsident schlägt eine Waffenruhe für bestimmte Ziele vor. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Ein russischer Angriff hat ein historisches Anwesen in der ostukrainischen Region Charkiw zerstört, wie der US-amerikanische Sender Fox News unter Berufung auf lokale Behörden berichtet. Demnach habe das Baudenkmal zwei Weltkriege überstanden und liege nun fast vollständig in Trümmern. Laut Informationen des ZDF handele es sich um eine fast 200 Jahre alte Villa, die größtenteils aus Holz gefertigt war. Opfer oder Verletzte sind nicht bekannt.
Der Gouverneur der Region erklärte, Einsatzkräfte hätten stundenlang unter der Bedrohung wiederholten Beschusses gegen die Flammen gekämpft, „um wenigstens einen Teil dieser Geschichte zu bewahren“. Das volle Ausmaß der Schäden wird noch ermittelt.
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff am Sonntag hat die viertgrößte russische Ölraffinerie laut Brancheninsidern ihren Betrieb eingestellt. Norsi in der westlichen Nischni-Nowgorod-Region fing nach Angaben der russischen Behörden infolge des Angriffs Feuer. Den Insidern zufolge könnte der Lieferstopp bis Ende des Monats anhalten.
Die Raffinerie liegt etwa 450 Kilometer östlich von Moskau. Norsi ist auch Russlands zweitgrößter Benzinproduzent und kann pro Jahr 16 Millionen Tonnen Öl oder rund 320.000 Barrel pro Tag verarbeiten.
In der südukrainischen Großstadt Cherson sind mindestens vier Menschen durch russischen Artilleriebeschuss getötet worden. Fünf weitere seien durch russische Gleitbomben verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung von Cherson, Jaroslaw Schanko, bei Telegram mit. Es habe Schäden an Busoberleitungen gegeben. Er warnte zugleich vor dem Abwurf von Sprengsätzen.
Der Fluss Dnipro stellt bei Cherson die Frontlinie dar und trennt russische von ukrainischen Truppen. Von der Vorkriegsbevölkerung von knapp 280.000 Menschen sind nach Angaben von Schanko rund 65.000 weiter in der Stadt.
In der russischen Oblast Wladimir sind nach Angaben der dortigen Behörden bei einem ukrainischen Drohnenangriff ein zwölfjähriger Junge und seine Eltern getötet worden. Sie seien in ihrer Wohnung ums Leben gekommen, teilen Gouverneur Alexander Awdejew und örtlichen Behörden mit. Die fünfjährige Schwester des Jungen habe den Angriff auf den Bezirk Alexandrowski im Westen der Oblast überlebt. Sie werde wegen schwerer Verbrennungen im Krankenhaus behandelt.