Iranische Pro-Regierungs-Demonstranten skandieren Slogans, während sie iranische Flaggen und ein Poster des Obersten Führers Chamenei halten. Sie versammeln sich nach der Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Krieg mit den USA und Israel.

Teheran: Jubel bei Pro-Regierungs-Demonstranten nach Ankündigung einer Waffenruhe. (AP / dpa / Vahid Salemi)

Die Zustimmung der Staatsspitze zur Feuerpause wurde im Fernsehen verkündet. Israel stimmte der Vereinbarung ebenfalls zu, laut Premier Netanjahu soll dies aber anders als zunächst berichtet nicht für den Kampf gegen die Hisbollah im Libanon gelten. Zuvor hatte der Vermittler Pakistan erklärt, die Feuerpause gelte für den gesamten Nahen Osten einschließlich des Libanon. Zunächst war unklar, inwieweit sich dies auf den Fortgang der Waffenruhe seitens des Iran auswirken könnte, der eine Einbeziehung der pro-iranischen Hisbollah-Islamisten stets zur Bedingung gemacht hatte.

UNO mahnt Einhaltung der Waffenruhe an

Alle Seiten betonten, man werde sich nur an die Vereinbarung halten, wenn auch die jeweils andere Seite die Bedingungen erfülle. Ohne Einigung wäre um 2 Uhr heute früh das Ultimatum ausgelaufen, in dem Trump mit einer kompletten Zerstörung der kritischen Infrastruktur des Iran gedroht hatte. Die Vereinten Nationen forderten die Kriegsparteien auf, die Waffenruhe auch tatsächlich zu befolgen. Dies sei notwendig, um den Weg für einen dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region zu ebnen, teilte ein Sprecher von UNO-Generalsekretär Guterres mit.

Vermittler Pakistan lädt zu Verhandlungen ein

Derweil lud der pakistanische Ministerpräsident Sharif die Delegationen der USA und des Iran zu weiteren Verhandlungen ein. Auftakt der Gespräche solle am Freitag in der Hauptstadt Islamabad sein, teilte Sharif auf der Online-Plattform X mit. Ziel sei, dass die Vertreter aus Washington und Teheran über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts verhandeln. Ob die Gespräche direkt oder indirekt geführt werden, blieb offen.

Pakistan hatte die Einigung auf die Feuerpause vermittelt. Weiter erklärte Sharif, beide Seiten hätten in den Gesprächen bemerkenswerte Weisheit und Verständnis bewiesen. Auch hätten sie sich konstruktiv für Frieden und Stabilität eingesetzt.

Grundlage der Verhandlungen soll ein 10-Punkte-Papier sein, über dessen genaue Inhalte zunächst keine gesicherten Informationen vorlagen.

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Diese Nachricht wurde am 08.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.