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Mit großen Schritten geht es für Energie Cottbus in Richtung 2. Liga und besonders Sturmtank Erik Engelhardt (27) hat zuletzt eine Menge dazu beigetragen. Beim 3:0-Triumph gegen 1860 München schnürte er den ersten Dreierpack seiner Karriere. Energie konnte den Vorsprung auf Platz vier weiter ausbauen. Und daran hatte ganz besonders seine Kabinen-Rede großen Anteil!
Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz (60) hatte schon vor dem Spiel Gänsehaut. Denn: Engelhardt hielt eine emotionale Rede in der Kabine über den Traum vom Fußball und den Aufstieg. „Wenn es nicht kurz vor Spielbeginn gewesen wäre, hätte ich geweint vor Liebe, vor Freude“, gestand der Coach bei Magenta TV.
Doch was hat er gesagt, dass es sein Team so emotional angezündet hat? Engelhardt: „Ich habe einfach gesagt, dass wir einen Traum haben. Dass wir den aber nicht seit jetzt haben, sondern schon seit wir klein sind.“ Er will, dass seine Kollegen „ein Feuer in den Augen haben, wie wir es als 5-Jährige hatten, als wir das Fußballspielen angefangen haben. Es ist wichtig, sich das wieder vor Augen führen.“

Erik Engelhardt feiert sein Tor zum 3:0-Endstand
Foto: picture alliance/Fotostand
Der Energie-Stürmer ist einer der Top-Torjäger der Liga, hat dank seines Dreierpacks 19 Tore auf seinem Konto zu verbuchen. Nur Aachens Lars Gindorf (24) steht mit einem Treffer mehr an der Spitze der Liste. Engelhardt, der Anfang 2025 nach Cottbus zurückkehrte und bereits 2021/22 für Energie spielte, bringt zudem Aufstiegserfahrung mit: Beim VfL Osnabrück war er 2022/23 mit 19 Scorerpunkten maßgeblich am Sprung in die 2. Liga beteiligt.
Energie überrollt 1860 München
Und die Lausitzer spielten, als wäre dieser Traum nah wie nie zuvor, überrollten die Löwen regelrecht im Stadion der Freundschaft vor 16.273 Zuschauern. Wollitz: „Wenn wir diese Worte weiterleben, die Panzer (Engelhardts Spitzname, Anm. d. Red.) gesagt hat, dann kann hier etwas Großes passieren.“
Am Ende der englischen Woche wartet nun das absolute Topspiel und für Engelhardt wird es dabei ganz besonders emotional. Ausgerechnet Sonntag (13.30 Uhr) beim Spitzenreiter Osnabrück kehrt er an seine alte Wirkungsstätte zurück, wo er den Aufstieg mitgefeiert hat. „Das werde ich nie vergessen. Das ist, wenn nicht sogar das Größte, was ich bisher geschafft habe.“