Bei einem gezielten Einsatz hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) Mönchengladbach des Hauptzollamts Krefeld vergangene Woche gemeinsam mit der Gewerbeüberwachung der Stadt Mönchengladbach mehrere Massagestudios im Stadtgebiet überprüft. Wie ein Sprecher des Zolls auf Anfrage mitteilt, fand der Einsatz ausschließlich in Rheydt statt.

Verdacht auf illegalen Aufenthalt in Deutschland

Im Verlauf der Maßnahmen am Donnerstag, 2. April, wurden unter anderem in zwei Betrieben insgesamt sieben Personen angetroffen, die sich unerlaubt in Deutschland aufhielten. Gegen alle Betroffenen wurden Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts eingeleitet, wie der Zoll mitteilt. In einem Fall wurde ein männlicher Arbeitnehmer nach Abstimmung mit der zuständigen Ausländerbehörde in Polizeigewahrsam genommen, um „aufenthaltsbeendende Maßnahmen“ einzuleiten, heißt es.

Darüber hinaus wurden gegen die Betreiber der betroffenen Betriebe Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts der illegalen Beschäftigung eingeleitet. Die Gewerbeüberwachung der Stadt Mönchengladbach stellte zudem Verstöße im Zusammenhang mit dem Betrieb illegaler Prostitutionsstätten fest. Es wurden drei Betriebsuntersagungen ausgesprochen sowie Bußgelder verhängt.

Die Kontrollen erfolgten vor dem Hintergrund der zum 1. Januar 2026 in Kraft getretenen Erweiterung des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes, wonach auch das Friseur- und Kosmetikgewerbe – und damit regelmäßig auch Massagestudios – verstärkt in den Fokus der Prüfungen rückt.