Vor dem Dortmunder Landgericht hat gestern der Prozess um einen 63-Jährigen begonnen, der über Jahre dafür gesorgt haben soll, dass in NRW mehrere zehntausend Tonnen belastetes Bodenmaterial illegal entsorgt wurden. Der Mann soll laut Anklage eine nicht genehmigte Umschlaganlage in Bottrop betrieben haben. Hier und an weiteren Orten in NRW sollen die gefährlichen Abfälle zwischengelagert, umdeklariert und mit unbelasteten Materialien vermischt worden sein. Die Auftraggeber sollen hohe Entsorgungskosten gezahlt haben, im Glauben, alles laufe ordnungsgemäß. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die jetzt noch notwendige fachgerechte Entsorgung Millionen kosten wird. Das Landgericht hat bereits Verhandlungstage bis Mitte Juni angesetzt.