Ostern ist seit einigen Tagen vorbei, selbst die Osterferien neigen sich langsam dem Ende zu. Doch für einen oder mehrere bisher unbekannten Nutzer von Google Maps dauert das Fest wohl noch an: Denn wer dort derzeit in diversen Städten nach CDU-Parteibüros sucht, findet eine andere Bezeichnung vor – „Eierhaus“.
So auch in Mönchengladbach: Unter dem Namen „CDU-Eierhaus-Kreisverband Mönchengladbach“ taucht die Parteizentrale am Mittwochnachmittag auf Google Maps auf. Mönchengladbachs CDU-Parteichef Jochen Klenner reagiert gelassen: „Die zwischenzeitlich kreative Namensgebung auf Google Maps haben wir mit einem Augenzwinkern zur Kenntnis genommen – vielleicht ein missglückter Ostergruß“, sagt er unserer Redaktion. „Solche Änderungen sind schnell gemacht und sagen am Ende mehr über den Urheber als über uns aus.“
Die falsche Bezeichnung habe die Mönchengladbacher CDU mittlerweile gemeldet. Man gehe davon aus, dass sie zeitnah korrigiert werde, sagt Klenner. „Entscheidend ist für uns ohnehin nicht, wie jemand unsere Geschäftsstelle im Internet nennt, sondern was dort passiert: konkrete Arbeit für die Menschen in unserer Stadt“, so der Mönchengladbacher CDU-Parteichef. „Wir setzen weiter auf Sacharbeit statt auf solche Spielchen.“
Über die deutschlandweiten Namensänderungen hatte zunächst das Nachrichtenportal „Watson“ berichtet. Das Portal vermutet einen Zusammenhang mit dem Slogan „Merz leck Eier“, der zuletzt mehrfach bei Demonstrationen verwendet worden war. Ein Schüler hatte ein Plakat mit dieser Aufschrift in Berlin bei einer Demo gegen die neue Wehrpflicht gezeigt. Wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtete, habe die Polizei gegen den jungen Mann wegen des Verdachts der Verleumdung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ermittelt.