Kabinenpersonal im Ausstand

Lufthansa-Streik: Massive Einschränkungen in Frankfurt drohen

Aktualisiert am 08.04.2026 – 18:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Abgestellte Flugzeuge der Lufthansa am Frankfurter Flughafen (Archivbild): Am größten Airport Deutschlands drohen wohl massive Einschränkungen.Vergrößern des Bildes

Abgestellte Flugzeuge der Lufthansa am Frankfurter Flughafen (Archivbild): Am größten Airport Deutschlands drohen massive Einschränkungen. (Quelle: Lando Hass/dpa)

Bei der Lufthansa steht der nächste Streik bevor. In Frankfurt dürfte das große Auswirkungen haben.

Das Kabinenpersonal der Lufthansa ist für diesen Freitag, 10. April, zu einem Streik aufgerufen. Der Ausstand ist von 0.01 Uhr bis 22 Uhr vorgesehen, wie die Gewerkschaft Ufo am Mittwoch mitteilte. Betroffen ist vorrangig einmal mehr der Frankfurter Flughafen.

So hieß es von der Gewerkschaft: „Bestreikt werden alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von den Flughäfen Frankfurt und München.“ Auch die Abflüge der Lufthansa Cityline sollen laut der Gewerkschaft in Frankfurt genau wie in München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover bestreikt werden.

In einer Urabstimmung hatten die Kabinenbeschäftigten der Kerngesellschaft Lufthansa und der Regionaltochter Cityline Ende März mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf gestimmt. Bei der Kerngesellschaft stimmten rund 94 Prozent für Streiks, bei der Cityline knapp 99 Prozent.

Der Ufo-Vorsitzende Joachim Vázquez Bürger teilte in einer Stellungnahme mit: „Wir haben die Osterfeiertage bewusst von Arbeitskampfmaßnahmen ausgenommen, um die Auswirkungen für Reisende so gering wie möglich zu halten.“

Dass es nun dennoch zu Beeinträchtigungen bei der Rückkehr aus den Ferien kommen könne, sei der Gewerkschaft „sehr bewusst“. Man bedauere dies ausdrücklich, so der Ufo-Vorsitzende weiter. Der Streik wäre aus seiner Sicht vermeidbar gewesen – „die Verantwortung liegt bei der Lufthansa, die es bislang nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, sagte er.

In dem Konflikt geht es um die Tarifverhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und nach Ufo-Angaben um eine fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Daran hingen rund 800 Existenzen. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll nach Aussagen des Managements im kommenden Jahr enden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines.