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In dieser Zeit ist es leicht, Fortuna Verbesserungsvorschläge zu geben. Gerade in den Fan-Foren stapeln sich die Ratschläge, wie alles besser werden kann. Vor allem ein Wunsch fällt dabei immer wieder – das Problem ist nur: Es ist fast unmöglich, den zu erfüllen.

Etliche Anhänger fordern das Aus der Dreier- bzw. Fünferkette, weil Fortuna Düsseldorf nach wie vor in der Offensive das mit Abstand harmloseste Team der 2. Liga und mittlerweile auch hinten zur Schießbude (acht Gegentore in den letzten zwei Spielen) geworden ist. Die Lösung für viele ist da die Rückkehr zur Viererkette. Die Frage ist aber: Mit wem?

Klaus Allofs (l., 69) und Christian Weber (r., 42) haben im Sommer groß geshoppt – nicht für die Außen.

Klaus Allofs (l., 69) und Christian Weber (r., 42) haben im Sommer groß geshoppt – nicht für die Außen.

Foto: Fortuna

Weil Klaus Allofs (69) und Christian Weber (42) im Sommer reihenweise verletzungsanfällige Spieler verpflichtet und gerade auf den Außenverteidiger-Positionen auf Profis gesetzt haben, die eine riesige Kaputt-Historie haben, steht so gut wie niemand als Vierketten-Außen zur Verfügung.
Auf der linken Seite fallen mit Kenneth Schmidt (23/Kreuzbandriss), Sima Suso (20/Rotsperre), Emmanuel Iyoha (28/Pferdekuss), Christopher Lenz (31/muskuläre Probleme) und Tim Rossmann (22/muskuläre Verletzung) alle Spieler aus, die in der jüngeren Vergangenheit diese Rolle übernommen haben. Und auf der rechten Seite ist nur Valgair Lunddal (24) dabei, der zuletzt aber auch verletzt war und nicht fit ist.

Schlechte Not-Lösung und Horror-Bilanz mit Viererkette

Sofern es am Freitag gegen Kiel (18.30 Uhr/Sky) unbedingt die Viererkette sein soll, gibt es wohl nur eine Lösung – und die kann eigentlich keiner wollen: Tim Oberdorf (29) und Moritz Heyer (31) müssten die Außen-Positionen übernehmen, innen verteidigen dann Elias Egouli (23) und Jesper Daland (26), weil auch Jordy de Wijs (31/Bandscheibenprobleme) wohl nicht von Beginn an spielen kann.

Doch nicht nur das Personal spricht gegen die Umstellung – auch, wenn die Fünferkette aktuell nicht funktioniert. Denn mit vier Verteidigern war Fortuna in dieser Saison sogar noch schlechter als mit fünf. In zwölf Spielen startete Düsseldorf mit der Wunsch-Taktik der Fans und die Ausbeute daraus ist mit vier Punkten und 7:23 Toren der blanke Horror. Mit der aktuellen Defensiv-Formation waren es in 16 Partien immerhin 27 Zähler und 19:20 Tore. Und so wird Fortuna auch in Kiel trotz aller Fan-Forderungen ziemlich sicher wieder mit der Fünferkette starten.