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Berlin/Washington – Es ist ein schwerwiegender Verdacht: Während Bomben auf den Iran fielen und Autofahrer weltweit wegen hoher Benzinpreise an den Zapfsäulen verzweifeln, könnten sich andere mit ihrem Geheimwissen die Taschen vollgemacht haben. Insider aus dem Zirkel der Macht, die möglicherweise ganz genau wussten, was US-Präsident Donald Trump (79) wenige Minuten später ankündigen würde.

Über diesen Verdacht berichten mehrere Medien, zuletzt „Der Standard“ aus Österreich. Ein besonders eklatanter Fall: Am frühen Morgen des 23. März wurden plötzlich Termingeschäfte auf einen fallenden Ölpreis in Höhe von einer halben Milliarde Dollar abgeschlossen. Das ergaben Berechnungen der „Financial Times“. Nur 15 Minuten später veröffentlichte Donald Trump einen Post auf „Truth Social“: Das Ultimatum an den Iran werde verlängert. Statt der zuvor angedrohten kompletten Zerstörung der Energieanlagen des Landes sprach der Präsident plötzlich von „produktiven Gesprächen“. Folge: Der Ölpreis brach ein, das Gewinner-Szenario der Börsen-Spekulanten war eingetreten.

Lukrative Wette auf Maduro-Festsetzung

Auch auf Plattformen wie Polymarket, auf denen man auf so gut wie alle Themen wetten kann, spielt sich Verdächtiges ab. Etwa bei Wetten auf die Festsetzung von Venezuelas Staatschef Nicolas Maduro (63). Ein anonymer Nutzer erzielte einen Gewinn von rund 410.000 Dollar mit einer Wette von nur etwa 34.000 Dollar. Er hatte auf den als sehr unwahrscheinlich geltenden Fall gesetzt, dass Maduro noch im Januar von US-Spezialkräften festgesetzt würde.

Auch mit der Festnahme des venezolanischen Herrschers Nicolas Maduro (63) wurde viel Geld verdient

Auch mit der Festnahme des venezolanischen Herrschers Nicolas Maduro (63) wurde viel Geld verdient

Foto: AP, Reuters, TruthSocial@realDonaldTrump

Auch mit der Tötung von Ayatollah Chamenei am 28. Februar 2026 wurde gut verdient: Laut „Der Standard“ erzielten sechs Polymarket-Konten einen Gesamtgewinn von 1,2 Millionen Dollar mit Wetten auf die Tötung des iranischen Revolutionsführers. Der Analysefirma Bubblemaps zufolge wurden diese Accounts erst wenige Stunden vor den Iran-Angriffen mit Geld gefüllt.

Ließ Spekulationen über einen Insider-Verdacht scharf dementieren: US-Kriegsminister Pete Hegseth (45)

Ließ Spekulationen über einen Insider-Verdacht scharf dementieren: US-Kriegsminister Pete Hegseth (45)

Foto: AP

Unter Insider-Verdacht geriet für kurze Zeit auch US-Kriegsminister Pete Hegseth (45). Laut „Financial Times“ (FT) soll ein Broker aus seinem Umfeld kurz vor dem Iran-Krieg eine Millionen-Anlage im Rüstungssektor geprüft haben. Sollte mit dem Wissen über einen anstehenden Krieg Geld verdient werden? Ein Sprecher des Pentagon wies den Vorwurf scharf zurück.

Damit nicht genug: Bereits im April 2025 postete Trump wenige Minuten nach der Öffnung der New Yorker Börse, es sei ein „großartiger Zeitpunkt“, Aktien zu kaufen. Nur wenige Stunden später setzte er dann die Zölle für die meisten Länder aus, was zu einem Aufschwung an den Börsen führte. Die Demokraten sprachen da bereits von einem „Insiderhandelsskandal“.

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„Das ist Korruption. Unfassbare, schwindelerregende Korruption“, fasste der demokratische Senator Chris Murphy die jüngsten Verdachtsmomente zusammen. Das Weiße Haus erklärte: Sollten Regierungsbeamte mit Insiderwissen Kasse machen, werde man das nicht dulden.