Die iranische Delegation für Gespräche zur Beendigung des Krieges mit den USA und Israel wird dem Botschafter in Pakistan zufolge noch am Donnerstagabend in der Hauptstadt Islamabad eintreffen. „Trotz der Skepsis in der iranischen Öffentlichkeit aufgrund wiederholter Verstöße gegen die Waffenruhe durch das israelische Regime (…) trifft die iranische Delegation heute Abend in Islamabad ein, um ernsthafte Gespräche auf der Grundlage der vom Iran vorgeschlagenen zehn Punkte zu führen“, teilt Botschafter Resa Amiri Moghadam auf X.

US-Präsident Donald Trump plant derzeit noch keinen Abzug von US-Militär im Nahen Osten. Es würde in der Region stationiert bleiben, bis der Iran das Abkommen vollständig einhalte. „Alle US-Schiffe, Flugzeuge und Militärangehörigen, zusammen mit zusätzlicher Munition, Waffen und allem anderen, was für die tödliche Verfolgung und Vernichtung eines bereits erheblich geschwächten Feindes angemessen und notwendig ist, werden in und um den Iran stationiert bleiben, bis das WIRKLICHE ABKOMMEN vollständig eingehalten wird“, erklärt Trump in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social. Trump droht zugleich mit erneuten Angriffen, sollte der Iran die Vereinbarung nicht einhalten.

Der grüne Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour hat eine zentrale Rolle Deutschlands bei der Sicherung einer Friedenslösung im Iran-Krieg gefordert. „Jetzt gilt es, sich im europäischen Geleit eine eigenständige Rolle zu erarbeiten“, sagte Nouripour den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). „Die bisherige Kopf-im-Sand-Haltung der Bundesregierung war nicht im Interesse Deutschlands.“

Deutschland habe im Nahen Osten handfeste Interessen, betonte Nouripour. „Von der Freiheit der Schifffahrt bis zur Stabilität und der Energiepartnerschaft.“