Deutschland hat im vergangenen Jahr 0,56 Prozent seiner Wirtschaftsleistung für die internationale Entwicklungshilfe ausgegeben. Damit verfehlte die Bundesrepublik erneut die Zielmarke der Vereinten Nationen von 0,7 Prozent, wie die OECD mitteilte. Im Vergleich zu 2024 wurde das Geld für Entwicklungshilfe um 17,4 Prozent gekürzt. Weil die US-Entwicklungshilfe um mehr als die Hälfte gekürzt wurde, steigt Deutschland trotzdem zum ersten Mal zum größten Geberland auf.

Insgesamt kürzten die OECD-Geberländer ihre Beiträge zu internationalen
Entwicklungsprogrammen im vergangenen Jahr um 23,1 Prozent auf rund
149,2 Milliarden Euro. Ein Großteil des gesamten Rückgangs entfiel auf
die fünf größten Geberländer USA, Frankreich, Deutschland, Japan und
Großbritannien. Der Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe kritisierte, dass die reichen Länder zunehmend nationalistisch handeln und ihre globale Verantwortung ignorieren würden.

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