Der britische Verteidigungsminister John Healey gab bekannt, dass die Royal Navy über Wochen russische U-Boote in britischen Gewässern überwacht habe.

Der britische Verteidigungsminister John Healey gab bekannt, dass die Royal Navy über Wochen russische U-Boote in britischen Gewässern überwacht habe.

picture alliance / empics | Yui Mok

  • Die britische Royal Navy und das norwegische Militär haben in einer wochenlangen Operation drei russische U-Boote in britischen Gewässern überwacht und erfolgreich abgeschreckt.
  • Verteidigungsminister John Healey betonte, dass der Einsatz potenzielle Angriffe auf Unterseekabel und Pipelines verhindern sollte – es wurden keine Schäden festgestellt.
  • In einer direkten Botschaft an Putin erklärte Healey, dass Großbritannien russische Aktivitäten genauestens verfolge und Sabotageversuche schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen würden.

Die Marine-Streitkräfte Großbritanniens haben Anfang des Jahres russische U-Boote in britischen Gewässern überwacht und von möglichen Angriffen auf kritische Unterwasser-Infrastruktur abgeschreckt. Verteidigungsminister John Healey gab die Operation am Donnerstag bekannt und richtete eine deutliche Warnung direkt an Russlands Präsidenten Wladimir Putin.

 Bei der gemeinsamen Operation mit dem norwegischen Militär seien ein Kriegsschiff der Royal Navy und ein Seeaufklärungsflugzeug vom Typ P8 eingesetzt worden. Sie hätten drei russische U-Boote überwacht und abgeschreckt.

Healey zufolge handelte es sich bei den russischen Schiffen, die überwacht wurden, um ein russisches Jagd-U-Boot der Akula-Klasse sowie zwei Spezial-U-Boote der russischen Hauptverwaltung für Tiefseeforschung (GUGI). Die russischen Schiffe hätten sich nach der mehr als einen Monat dauernden Operation schließlich zurückgezogen.

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Der britische Außenminister richtete eine direkte Warnung an Putin

Healey richtete sich in seiner Erklärung vor der Downing Street unmissverständlich an Putin: „Wir haben Sie im Blick. Wir beobachten Ihre Aktivitäten an unseren Kabeln und Pipelines, und Sie sollten wissen, dass jeder Versuch, sie zu beschädigen, nicht toleriert und schwerwiegende Konsequenzen haben wird.“

Der Verteidigungsminister betonte, es gebe keine Hinweise auf Beschädigungen der Infrastruktur. Gemeinsam mit Verbündeten habe man sichergestellt, dass dies nun verifizierbar sei.

„Ich denke, die Art der Operation, die ich vorgestellt habe, beweist, dass wir über britische Streitkräfte verfügen, die in der Lage sind, Bedrohungen aufzudecken, abzuschrecken und gegebenenfalls zu reagieren, um Großbritannien und unsere lebenswichtige Unterwasser-Infrastruktur zu schützen“, wurde Healey vom „Guardian“ zitiert.

Ende März erklärte das Vereinigte Königreich, sein Militär sei bereit, Schiffe zu beschlagnahmen, die im Verdacht stehen, Teil der russischen „Schattenflotte“ zu sein, die unter Verstoß gegen internationale Sanktionen Öl transportiert, die wegen Moskaus Krieg gegen die Ukraine verhängt wurden.