Meta-Chef Mark Zuckerberg führte am Mittwoch die Liste derjenigen an, deren Vermögen am stärksten gewachsen ist. – Copyright: Bloomberg/Getty Images
Die Vermögen der reichsten Menschen der Welt sind am Mittwoch sprunghaft gestiegen, nachdem die Nachricht vom US-Iran-Waffenstillstand eine Erholungsrally an den Börsen ausgelöst hat.
Die zehn Reichsten auf der „Bloomberg“-Milliardärsliste legten zusammen 52 Milliarden Dollar (44,5 Milliarden Euro) an Vermögen zu, weil ihre Aktienpakete massiv an Wert gewannen. Die 20 reichsten Menschen der Welt verzeichneten gemeinsam ein Plus von 90 Milliarden Dollar (77 Milliarden Euro) – getragen von einer breiten Marktrallye, die alle drei großen US-Börsen um mehr als 2,5 Prozent nach oben trieb.
An der Spitze der Gewinner stand Meta-Chef Mark Zuckerberg mit einem Vermögenszuwachs von fast 13 Milliarden Dollar (elf Milliarden Euro) an einem einzigen Tag. Die Aktien des Mutterkonzerns von Facebook, Instagram und WhatsApp sprangen um 6,5 Prozent – beflügelt von der Begeisterung über das neue KI-Modell Muse Spark und der allgemeinen Markterholung.
Hinter Zuckerberg folgte LVMH-Chef Bernard Arnault mit einem Zuwachs von knapp zehn Milliarden Dollar (8,5 Milliarden Euro). Danach kamen die Alphabet-Mitgründer Larry Page und Sergey Brin mit einem Plus von rund neun Milliarden Dollar (acht Milliarden Euro) beziehungsweise acht Milliarden Dollar (sieben Milliarden Euro).
Weitere große Gewinner waren Amancio Ortega, der Gründer des Zara-Mutterkonzerns Inditex, dessen Vermögen um rund sieben Milliarden Dollar (sechs Milliarden Euro) stieg. Amazon-Gründer Jeff Bezos legte knapp sieben Milliarden Dollar zu, Dell-Technologies-Chef Michael Dell fünf Milliarden Dollar (vier Milliarden Euro), und die drei lebenden Kinder von Walmart-Gründer Sam Walton verbuchten jeweils ein Plus von rund vier Milliarden Dollar (drei Milliarden Euro).
Elon Musk war der einzige unter den Top 50 der „Bloomberg“-Liste, der am Mittwoch ein Minus verzeichnete. Das Vermögen des reichsten Menschen der Welt sank um rund zwei Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) auf 623 Milliarden Dollar (533 Milliarden Euro), weil die Tesla-Aktie um ein Prozent fiel.
Viele der Superreichen liegen dennoch weiterhin im Minus für dieses Jahr – KI-Verunsicherung und geopolitische Risiken haben die Kurse belastet.
Oracle-Mitgründer Larry Ellison büßte in diesem Jahr rund 56 Milliarden Dollar (48 Milliarden Euro) ein und kommt nun auf 192 Milliarden Dollar (164,5 Milliarden Euro). Arnaults Vermögen schrumpfte um 43 Milliarden Dollar (37 Milliarden Euro) auf 165 Milliarden Dollar (141 Milliarden Euro), und der frühere Microsoft-Chef Steve Ballmer verlor 35 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) – sein Vermögen liegt jetzt bei 133 Milliarden Dollar (114,4 Milliarden Euro).
Zuckerberg und Bezos liegen mit rund 16 Milliarden Dollar (14 Milliarden Euro) beziehungsweise elf Milliarden Dollar (9,5 Milliarden Euro) im Minus und kommen auf 217 Milliarden Dollar (186 Milliarden Euro) sowie 243 Milliarden Dollar (208 Milliarden Euro).
Die größten Gewinner des laufenden Jahres sind hingegen keine bekannten Namen: David Sun und John Tu, die Mitgründer und je zur Hälfte beteiligten Eigentümer von Kingston Technology – einem führenden Hersteller von Computerlaufwerken und Speichermodulen –, haben 2026 jeweils geschätzte 22 Milliarden Dollar (19 Milliarden Euro) hinzugewonnen, weil KI-Unternehmen ihre Produkte stark nachfragen.
Weitere Jahresgewinner sind Robert Pera, Gründer und Chef von Ubiquiti sowie Eigentümer des NBA-Teams Memphis Grizzlies, der rund 20 Milliarden Dollar (17 Milliarden Euro) zulegte. Telekommunikations-Mogul Carlos Slim und Finanzier Jeff Yass liegen jeweils rund 18 Milliarden Dollar (15,5 Milliarden Euro) im Plus, Dell rund 17 Milliarden Dollar (14,5 Milliarden Euro), und die Walton-Geschwister gewannen jeweils rund 14 Milliarden Dollar (zwölf Milliarden Euro).
Auslöser der Rally vom Mittwoch war die Hoffnung, dass das von US-Präsident Donald Trump vermittelte Abkommen mit dem Iran die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr öffnen könnte – eine Schlüsselroute für den weltweiten Energiehandel. Deren faktische Sperrung in den vergangenen rund fünf Wochen hatte die Öl- und Gasversorgung weltweit gestört, die Energiepreise in die Höhe getrieben und Inflations- und Rezessionsängste neu entfacht.
Lest den Originalartikel auf Business Insider US.