Verborgene Welten

In diesem See liegt das „Atlantis von NRW“

Aktualisiert am 11.04.2026 – 23:09 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die Dhünntalsperre im Bergischen Land (Archivbild): Auch für Düsseldorfer lohnt sich ein Ausflug. (Quelle: Zoonar.com/zoonar/Elke Hötzel)

Unter der Dhünntalsperre im Bergischen Land schlummern jahrhundertealte Geheimnisse. Der geschichtsträchtige Ort ist auch für Düsseldorfer ein gutes Ausflugsziel.

Die Große Dhünntalsperre im Bergischen Land erinnert mit ihren lang gezogenen Wasserarmen an die weltberühmten norwegischen Fjorde erinnert. Doch anders als die skandinavischen Naturwunder wurde die Dhünntalsperre in den 1980er-Jahren von Menschenhand als Stausee angelegt. Und sie birgt teils 1.000 Jahre alte Geheimnisse.

Die Dhünntalsperre zählt zu den bedeutendsten Wasserreserven Deutschlands – sie ist das zweitgrößte Trinkwasserreservoir des Landes. Gleichzeitig hat sich die Große Dhünntalsperre zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt, das von Düsseldorf aus in rund einer Stunde zu erreichen ist. Malerisch eingebettet zwischen Wermelskirchen, Wipperfürth, Kürten und Odenthal bietet sie Besucherinnen und Besuchern aus dem gesamten Bergischen Land eine beeindruckende Naturkulisse.

Zwar sind das Schwimmen und jegliche Wassersportaktivitäten an der Dhünntalsperre verboten, für Wanderer und Biker jedoch bietet der See viele Möglichkeiten. So haben der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) und der für die Talsperre zuständige Wupperverband mehrere Wanderwege entlang des Ufers und im Umfeld der Talsperre ausgewiesen.

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Dabei können auch die Staudämme der Hauptsperre, sowie der beiden Vorsperren, zu Fuß betreten werden. Entlang der Wanderwege gibt es zudem mehrere Aussichtspunkte. Der Wupperverband veranstaltet zudem regelmäßig Führungen für Schulklassen. Außerdem gibt ein Informationszentrum, das über die Geschichte der Talsperre informiert.

Die vielen unterschiedlichen Wanderwege eignen sich sowohl für ambitionierte Wanderer und Hobbysportler, als auch für einen gemütlichen Familienausflug. Eine Herausforderung ist ein 40 Kilometer langer Rundweg, der einmal komplett um die Dhünntalsperre sowie die beiden Vorsperren herumführt. Er wird allerdings nur erfahrenen Wanderern empfohlen.

Im Jahr 1988 wurde die Talsperre in Betrieb genommen: Weil nach mehreren trockenen Sommern die Trinkwasserversorgung in den umliegenden Gemeinden gefährdet war, sahen sich die Verantwortlichen zum Bau der Talsperre genötigt. Dies bedeutete auch: Das Dhünntal musste nach mehr als 1.000 Jahren Besiedlung geflutet werden.