
Stand: 09.04.2026 20:34 Uhr
Nachdem eine Oberleitung auf eine S-Bahn gestürzt war, blieb der Abschnitt zwischen Barnten und Hildesheim tagelang gesperrt. Am Donnerstagabend sollte die erste Bahn wieder fahren.
Die letzte Zugverbindung nach Hildesheim Hbf um 21:19 Uhr verkehre wieder regulär, teilte die S-Bahn Hannover (SBH) am Donnerstag auf ihrer Website mit. Ab Betriebsbeginn am Freitag fuhr die S4 wieder planmäßig bis Hildesheim Hauptbahnhof. Die Freigabe war zunächst schon für Mittwoch angekündigt, dann aber verschoben worden.
Baustoffe und Personal fehlen
Für die Verzögerung gebe es drei Gründe, sagte ein Sprecher der SBH dem NDR Niedersachsen am Dienstag. Zum einen sei nicht nur die Oberleitung gerissen, sondern auch ein Mast beschädigt – beides müsse repariert werden. Dazu kämen Lieferprobleme bei den Baustoffen sowie fehlendes Personal bei der DB InfraGO. Diese ist für die Infrastruktur der Bahn verantwortlich und muss die Arbeiten ausführen.
Trensdev informiert über aktuelle Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr zwischen Barnten und Hildesheim.
S4 fuhr nur bis Barnten – Busse auch im Nachtverkehr
Der betroffene Streckenabschnitt war bereits seit Samstagabend gesperrt. Seit Ostersonntag fuhr die S4 laut SBH ab Hannover nur bis Barnten und wurde von dort nach Nordstemmen umgeleitet, um zu wenden. Auslöser der Sperrung war eine heruntergerissene Oberleitung, die am Samstagabend nach Angaben eines SBH-Sprechers auf dem Dach einer S-Bahn gelandet war. 290 Menschen mussten deshalb in der Gemeinde Giesen bei Hildesheim den Zug verlassen.

Am Donnerstag kam es wegen Störungen in Haste, Nienburg und Linsburg zu Verspätungen und Ausfällen auf den Linien S1 und S2.

Betroffen war der Abschnitt zwischen Hannover Hauptbahnhof und Lehrte. Die S-Bahn-Linie 7 wurde durch Busse ersetzt.

Laut Betreiber Transdev wurde ein Großteil der technischen Einschränkungen behoben. Seit dem Jahreswechsel gab es Probleme.