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Berlin – Über der Hauptstadt steht eine dichte, schwarze Rauchwolke: In Berlin-Charlottenburg brennt das Dach eines sechsstöckigen Wohnhauses in der Mommsenstraße/Ecke Waitzstraße. Nach Angaben eines Sprechers werden sich die Löscharbeiten bis in den späten Abend ziehen. Der Brand hat sich auf andere Gebäude ausgebreitet.

Um 17.13 Uhr ging der erste Notruf bei der Feuerwehrzentrale in Berlin ein. Die dichte und schwarze Qualmwolke war über dem gesamten Stadtgebiet zu sehen. Feuerwehrsprecher Vinzenz Kasch zu BILD: „Wir konnten das Gebäude schnell räumen. Nun gilt es zu verhindern, dass das Feuer auf andere Gebäude überspringt.“

Doch dies sollte nicht gelingen – in den Dächern von angrenzenden Häusern hatten sich Brandnester gebildet, die Konstruktionen mussten aufgestemmt werden.

Rauchwolke über Berlin: Flammen schlagen aus Dachstuhl

Quelle: BILD09.04.2026

Eine erlösende Nachricht konnte der Sprecher mitteilen – Verletzte gab es nicht. „Wir bekämpfen den Brand von außen über zwei Drehleitern sowie mit Kräften von innen.“ Zunächst waren 70 Feuerwehrleute im Einsatz, es wurde dann bald auf 100 erhöht, um 19.30 Uhr waren es bereits 115. Zudem wurde eine dritte Drehleiter in Stellung gebracht.

25 Personen wurden in einem Feuerwehrbus betreut. Zudem wird eine Notunterkunft für 50 Personen vorbereitet. Die Bauaufsicht muss nun prüfen, wie viele Wohnungen nun unbewohnbar sind.

Die Feuerwehr ist mit 70 Kräften vor Ort

Die Feuerwehr war zunächst mit 70 Kräften vor Ort, erhöhte dann

Foto: Olaf Wagner

Wie sich herausstellte, war das Gebäude zum Zeitpunkt des Feuers eingerüstet. Der Brand könnte deshalb bei Bauarbeiten am Dachstuhl ausgelöst worden sein.

In der Mommsenstraße im Berliner Bezirk Charlottenburg brennt ein Dachstuhl

In der Mommsenstraße im Berliner Bezirk Charlottenburg brennt ein Dachstuhl

Foto: Privat

Das Problem: Auch das Gerüstkonstrukt, das den Mehrgeschosser umgibt, fing schnell Feuer, stand komplett in Flammen und war gegen 18.30 Uhr einsturzgefährdet. Bei einer Begehung der angrenzenden Häuser wurden keine weiteren Brandherde entdeckt. Vinzenz Kasch: „Dieser Einsatz kann sich noch stundenlang hinziehen.“

Über die Warn-App Nina wurden Anwohner über „Geruchsbelästigung durch Brandgase“ informiert. Betroffene im angrenzenden Gebiet des Feuers sollten Fenster und Türen geschlossen halten.

In dem Gebäude Mommsenstraße 42 sollten vier Penthäuser mit einer Größe von 184 bis 232 Quadratmetern entstehen. Verkaufspreis pro Wohnung – mehr als zwei Millionen Euro. Der Verkauf war noch nicht gestartet – und wurde nun auch von den Flammen zunichtegemacht. Der gesamte Dachstuhl des Eckhauses wurde vernichtet.