Kellerduell gegen Kiel
Fortuna und das große Zittern: Wie eng wird’s für Anfang?
09.04.2026 – 15:39 UhrLesedauer: 3 Min.
Markus Anfang (Archivbild): Die Partie gegen Kiel könnte ein regelrechtes Endspiel für den Trainer von Fortuna Düsseldorf werden. (Quelle: IMAGO/Ralf Brueck)
Nicht nur für die Fortuna wird’s eng, auch für den Trainer. Eine erneute Pleite am Freitag gegen Kiel könnte für Markus Anfang das Ende in Düsseldorf einläuten.
Das große Zittern rund um die Fortuna hat längst wieder begonnen: Nach drei Niederlagen in Folge trennen die Mannschaft nur noch zwei Punkte von den Abstiegsplätzen. Und allen Treuebekenntnissen von Sportvorstand Sven Mislintat zum Trotz wird auch die Luft für den Trainer immer dünner. Sollte Düsseldorf am Freitag (Anstoß 20.30 Uhr) im Kellerduell gegen Holstein Kiel nicht punkten, könnte es für Markus Anfang nach einem guten halben Jahr schon das letzte Spiel auf der Fortuna-Bank gewesen sein.
Der Trainer selbst gibt sich möglichst unbeeindruckt, spricht im Vorfeld über Personal, Verletztenliste und Taktik, gewährt aber kaum Einblicke in sein Seelenleben. „Ich bin ein unfassbar ehrgeiziger Mensch. Wir haben jetzt die Chance am Freitag, dieses Spiel zu gewinnen, und dafür werde ich alles tun“, erklärt der 51-Jährige lediglich. Seine eigene Motivation sei stets so hoch, „dass ich keine andere Motivation brauche.“
Und doch ist klar: Anfang muss jetzt um seinen Job kämpfen – und bangen. Zu negativ ist der Trend in den letzten Wochen. Die drei Niederlagen gegen Braunschweig, Hertha und Kaiserslautern werden von einem desaströsen Torverhältnis von 2:9-Treffern begleitet. Stabilität ist Fehlanzeige, und das nicht nur aufgrund des Platzverweises für Sima Suso in der letzten Partie. Die Flut an Gegentoren, der Negativtrend, der Druck im Abstiegskampf – eine Verunsicherung in der Mannschaft lässt sich nicht wegdiskutieren.
Wie aber will Markus Anfang den Turnaround schaffen und gegen Holstein Kiel wieder Punkte einsammeln? Was der Trainer selbst beschreibt, ist ein regelrechter Spagat. Zum einen gilt im Duell mit dem Mitkonkurrenten: Die Verteidigung kommt zuerst. „Wenn du in den letzten Spielen so viele Gegentore bekommen hast, solltest du dich erstmal darauf konzentrieren, hinten kompakt und gut zu stehen“, sagt der Coach zur Marschrichtung. Vor allem bei tiefen Bällen war die Abwehr der Rheinländer zuletzt anfällig.
Auf der anderen Seite weiß aber auch Anfang: „Es bringt nichts, sich nur reinzustellen und zu verteidigen. Wir müssen auch nach vorne spielen, wir wollen Tore machen.“ Das wiederum muss Düsseldorf sogar zwingend, denn ein Punkt allein würde im Abstiegskampf kaum weiterhelfen.
