Ab Mai 2026

Probefahrten für neuen Schnellzug von München nach Italien starten

Aktualisiert am 10.04.2026 – 03:00 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Schnellzug vom Typ Frecciarossa 1000 steht im Bahnhof von Lyon (Archivbild):Vergrößern des Bildes

Ein Schnellzug vom Typ Frecciarossa 1000 steht im Bahnhof von Lyon (Archivbild): Ab Dezember sollen die Züge auch auf den Direktverbindungen von München nach Italien eingesetzt werden. (Quelle: Imago/IP3press)

Die Bahn testet ab Mai den Frecciarossa 1000 auf Strecken in Deutschland und Österreich. Schon bald soll der Schnellzug München mit Italien verbinden.

Der italienische Schnellzug Frecciarossa 1000 wird ab Mai für Testfahrten in Deutschland und Österreich unterwegs sein. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn: „Nach ersten Probefahrten im italienischen Netz im Jahr 2025 wurde kürzlich der erste umgerüstete Frecciarossa 1000 über den Brenner nach Deutschland überführt.“

Mit den Testfahrten in Deutschland und Österreich soll demnach im Mai begonnen werden. Genauere Angaben, wo diese stattfinden, machte die DB nicht. Die Probefahrten sind Teil des Zulassungsprozesses der Hersteller Hitachi und Alstom. Denn zum Fahrplanwechsel ab Dezember sollen die Züge, die theoretisch bis zu 400 Kilometer pro Stunde erreichen können, auf den Direktverbindungen München – Mailand und München – Rom eingesetzt werden.

Zunächst ist je eine tägliche Verbindung geplant, mit Fahrzeiten von rund sechseinhalb Stunden nach Mailand und achteinhalb Stunden nach Rom. Im Vergleich zur aktuellen Reisezeit mit Umstiegen bedeutet dies eine Zeitersparnis von etwa 75 Minuten auf dem Weg nach Mailand und rund 45 Minuten nach Rom.

Langfristig sollen täglich fünf Hin- und Rückfahrten zwischen Deutschland, Österreich und Italien mit dem Frecciarossa 1000 (zu Deutsch: roter Pfeil) angeboten werden. Perspektivisch ist eine schrittweise Ausweitung der Strecken bis nach Berlin beziehungsweise Neapel geplant. Mit der für Ende 2032 vorgesehenen Eröffnung des Brenner-Basistunnels könnte sich die Fahrzeit auf den bisherigen Strecken um etwa eine Stunde verkürzen.