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Andoya (Norwegen)/Ottobrunn – Nächster Rückschlag für das Raumfahrtprojekt des deutschen Start-ups Isar Aerospace: Der für Donnerstagabend geplante Raketenstart wurde verschoben. Der Grund: ein eventuelles Leck in einem Druckbehälter.

Um 22 Uhr sollte mit dem zweiten Testflug die deutsche Weltraumrakete „Spectrum“ gestartet und möglichst auf eine Erdumlaufbahn gebracht werden, hatte Isar Aerospace mit Sitz in Ottobrunn bei München mitgeteilt.

Die Startrampe des deutschen Unternehmens Isar Aerospace auf dem Weltraumbahnhof Andøya Space Port in Norwegen

Von der Startrampe auf dem Weltraumbahnhof Andøya Space Port in Norwegen sollte die Rakete am Donnerstagabend starten

Foto: Soeren Stache/dpa

Nächster Startversuch soll „bald“ erfolgen

Gut eine Stunde vor dem geplanten Start plötzlich die Absage. Ein Druckbehälter müsse untersucht werden, weil ein Leck vermutet wird. Teams würden sich ein Bild machen und dann über die nächsten Schritte entscheiden.

Von Aerospace-Chef Daniel Metzler heißt es: „Es steht außer Frage, dass wir die Erdumlaufbahn erreichen und einen zuverlässigen Zugang zum Weltraum beweisen werden.“ Startabbrüche gehörten zur Raketenindustrie, und jedes erfolgreiche Raumfahrtunternehmen habe das schon erlebt. Jeder Versuch liefere wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse. Er versprach: „Wir werden bald wieder startbereit auf der Startrampe stehen.“

Daniel Metzler, CEO von Isar Aerospace, will bald einen neuen Versuch starten

Daniel Metzler, CEO von Isar Aerospace (gegründet 2018), will bald einen neuen Versuch starten

Foto: Theo Klein/BILD

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Bei der Mission „Onward and Upward“ sollen vom Weltraumbahnhof Andoya (Norwegen) unter anderem mehrere Kleinsatelliten in eine erdnahe Umlaufbahn befördert werden. Die 28 Meter lange „Spectrum“-Rakete ist darauf ausgelegt, bis zu 1000 Kilogramm schwere Frachten in den Orbit zu bringen. Die europäischen Staaten wollen sich von Weltraumfirmen wie Elon Musks SpaceX künftig unabhängiger machen. Die Nachfrage ist laut Metzler groß, Isar Aerospace bis 2028 ausgebucht.

Im März 2025 startete zwar eine Rakete von Isar Aerospace, stürzte kurz darauf aber ab

Im März 2025 startete zwar eine Rakete von Isar Aerospace, stürzte kurz darauf aber ab

Foto: AFP

Schon mehrere Pannen

Im Vorfeld waren geplante Startversuche mehrmals aus technischen Gründen verschoben worden. Zuletzt aber auch, weil ein norwegischer Fischer mit seinem Boot die Sicherheitszone nicht rechtzeitig verlassen hatte. Beim ersten Testflug vor rund einem Jahr war die Trägerrakete rund 30 Sekunden nach dem Start abgestürzt und explodiert.