Erotik-Star äußert sich
Razzia bei „Deutschlands heißester Feuerwehrfrau“
10.04.2026 – 07:55 UhrLesedauer: 1 Min.
Anike Ekina (Archivbild): Die Influencerin äußerte sich jetzt erstmals zu der Durchsuchung. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Axel Kammerer)
In Hamburg kam es zu einer großangelegten Razzia bei Influencerin Anike Ekina. Nun äußert sie sich erstmals zu den Vorwürfen der Steuerhinterziehung.
Rund 20 bis 30 Beamte der Steuerfahndung haben bei Influencerin Anike Ekina – auch bekannt als „Deutschlands heißeste Feuerwehrfrau“ – eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Mobiltelefone, Server und geschäftliche Infrastruktur wurden beschlagnahmt, ein Vermögensarrest in Höhe von 154.000 Euro verhängt. „In diesem Moment merkst du: Hier geht es nicht mehr nur um Zahlen. Hier wird dein komplettes Leben auseinandergenommen“, wird Ekina in einer Pressemitteilung zitiert.
Den Spitznamen „Deutschlands heißeste Feuerwehrfrau“ erhielt das Erotik-Model und Influencerin durch ihre Tätigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbek.
Die Behörden werfen ihr vor, ihre mehr als drei Millionen Follower stünden in einem erheblichen Missverhältnis zu den gemeldeten Umsätzen – für 2021 und 2022 stehe ein Betrag von rund 229.000 Euro im Raum. Ekina bestreitet die Vorwürfe und verweist auf Mitarbeiter, Produktionskosten und internationale Steuerbesonderheiten, die bei der Berechnung ignoriert worden seien. Fehler räumt sie ein, Vorsatz bestreitet sie.
Nach ihrer Darstellung stützten sich die Ermittler unter anderem auf automatisierte Social-Media-Analysen, Interviews und Podcast-Aussagen – darunter eine Angabe über sechsstellige Monatseinnahmen, die sie als ungenau formuliert bezeichnet. „Unsere komplette Arbeitsfähigkeit war von einem Moment auf den anderen weg“, beschreibt sie die unmittelbaren Folgen.
Der Fall fügt sich in eine bundesweite Ermittlungswelle ein. Allein in Nordrhein-Westfalen wird ein möglicher Steuerschaden von rund 300 Millionen Euro diskutiert, bundesweit sollen rund 1.200 Beamte in diesem Bereich tätig sein.
