Erstmals findet in diesem Jahr die RETRO CLASSICS ESSEN als Messe für Fahrkultur statt. Sie übernimmt damit die Rolle der bisherigen Techno Classica und führt die Tradition der Oldtimermessen in Essen fort. Für Liebhaber klassischer Fahrzeuge, Sammler und Fachbesucher beginnt damit ein neues Kapitel in der Ruhrmetropole. Zahlreiche Händler, Hersteller, Clubs und Medienvertreter präsentieren eine breite Vielfalt historischer Fahrzeuge aus allen Epochen. Ergänzt wird das Angebot durch Dienstleistungen, Ersatzteile und Automobilia rund um das Thema klassische Mobilität.
In bewährter Zusammenarbeit mit dem Ersten Deutschen Wartburg Fahrer Club (EDWFC) präsentiert das Museum „automobile welt eisenach“ gemeinsam mit dem AWE-Museumsverein die Eisenacher Automobilbautradition.
Der vom EDWFC gestaltete und betriebene Messestand unter dem Motto „Ost trifft West“ knüpft in diesem Jahr direkt an die im Eisenacher Automobilmuseum neu eröffnete Sonderausstellung „Hüben und drüben – Automobilbau in Ost und West 1950-1970“ an. So werden auch dort ausgewählte Fahrzeuge gegenübergestellt. Ein früher Wartburg 311 trifft auf einen Auto Union von 1958 und ein 1966er Wartburg 353 auf einen Opel Kadett B aus dem gleichen Baujahr.
Als die Serienproduktion des Wartburg 311 begann, war sein größtes Manko der Zweitaktmotor, den er vom Vorgänger F9 geerbt hatte. Doch auch im Westteil Deutschlands fuhren zu dieser Zeit noch Fahrzeuge mit diesem Motorkonzept. Mehr noch: Auch sie gingen auf die gleiche DKW-Vorkriegsentwicklung zurück, wie der IFA F9 und der Wartburg 311.
Diese Gegenüberstellung zeigt deutlich, wie nahe sich die technische Entwicklung in beiden Teilen Deutschlands in der Mitte der 1950er Jahre noch war.
Während der Wartburg 353 10 Jahre später eine deutlich zeitgemäße Karosse mitbrachte, war seine technische Konzeption indes schon nicht mehr auf der Höhe seiner Zeit.
Heute bietet dieses Aufeinandertreffen viel Stoff für Erinnerungen und natürlich für persönliche Vergleiche.
Während die RETRO CLASSICSS ESSEN nur noch bis zum 12. April geöffnet hat, ist die Sonderausstellung im Eisenacher Museum noch bis Ende März 2027 zu besichtigen.
Text und Fotos: Stephan Uske (EDWFC)
Quelle: awe-Stiftung
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