Die Ukraine hat nach Angaben des russischen Militärs in der Nacht einen großangelegten Drohnenangriff gestartet. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, die Luftabwehr habe 151 gegnerische Kampfdrohnen abgeschossen.

Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Unabhängig prüfen lassen sich diese Zahlen nicht. Den russischen Angaben zufolge lagen Schwerpunkte der Angriffe in den Gebieten Wolgograd an der Wolga und in Rostow im Süden. Seit Donnerstagabend hat die Luftfahrtbehörde Rosawiazija den Betrieb an mehr als 25 Flughäfen eingeschränkt.

Dieses vom russischen Verteidigungsministerium zur Verfügung gestellte Bild zeigt das russische Kriegsschiff „Admiral Grigorovich“.

Ukraine-Krieg: Über Ostern sollen die Waffen schweigen

Für das kommende orthodoxe Osterwochenende hat der russische Präsident Wladimir Putin eine Waffenruhe von Samstagnachmittag bis Sonntagabend angekündigt. Die Ukraine will darauf nach Worten ihres Staatschefs Wolodymyr Selenskyj spiegelbildlich antworten.

Eine Nonne schmückt eine der Kirchen des St.-Elisabeth-Klosters in Minsk für das orthodoxe Osterfest.

In Swetly Jar im russischen Gebiet Wolgograd wurde nach Angaben von Gouverneur Andrej Botscharow ein Öltank durch den Drohnenangriff in Brand gesetzt. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. In Swetly Jar gibt es eine Chemiefabrik. In der Nähe liegt aber auch die Raffinerie von Wolgograd, einer der größten in Russland, die ebenfalls schon mehrfach attackiert wurde.

Die Ukraine hat in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf die russische Ölindustrie verstärkt und systematisch Exportterminals an Ostsee und Schwarzem Meer beschossen. Wegen höherer Ölpreise durch den Iran-Krieg und gelockerter US-Sanktionen zählt Moskau auf mehr Einnahmen für seine Kriegskasse. Der ukrainische Auslandsgeheimdienst berechnete indes, dass die russischen Exporte von Öl und Treibstoffen im März wegen der beschädigten Hafenanlagen leicht gesunken seien.

Ausbildung ukrainischer Soldaten in Spanien

Lockerung der Russland-Sanktionen läuft aus – Selenskyj betont Bedeutung

Am Samstagmorgen laufen Ausnahmen von den US-Sanktionen gegen russisches Öl aus. Die Führung von US-Präsident Donald Trump hatte Mitte März die Lockerung verfügt, weil Öl auf dem Weltmarkt knapp wurde. Russland durfte für einen Monat Öl verkaufen, das bereits auf Tanker verladen war.

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Podcast-Folge

Die Leopardin, der Krieg und die Tierretter in Charkiw

Im Krisenmodus

 

Angesichts der zwischen den USA und dem Iran vereinbarten Waffenruhe hat Selenskyj eine vollständige Wiedereinsetzung der gegen Russland verhängten Ölsanktionen gefordert. „Jetzt beginnt ein Waffenstillstand im Nahen Osten und am Golf. Und ich erwarte, dass die Sanktionen gegen russisches Öl wieder vollständig eingeführt werden, so wie sie zuvor waren“, erklärte der ukrainische Präsident am Freitag.

NATO - DEFENCE - COLD RESPONSE - ROVAJÄRVI FINLAND

Russland griff seinerseits die Ukraine in der Nacht mit 128 Drohnen an, wie die ukrainische Luftwaffe zählte. 113 Flugobjekte seien abgefangen worden. Am Morgen folgte eine zweite Angriffswelle auf mehrere Regionen. Unter anderem in der Hauptstadt Kiew waren Explosionen zu hören, wie der Rundfunksender Suspilne berichtete.