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Hamburg – Schlag gegen die Drogenkriminalität im Hamburger Hafen! Ermittler der gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Hamburg haben im vergangenen Monat auf einem Schlag im Hafen 1,6 Tonnen Kokain im Wert von rund 30 Millionen Euro sichergestellt. Die Drogen waren in einer Bananen-Lieferung aus Südamerika versteckt.
Entdeckt wurden das Rauschgift in mehreren Übersee-Containern nach einem Hinweis aus dem Hafensicherheitszentrum Hamburg (HSZ). Die Schiffscontainer kamen aus Ecuador in den Hamburger Hafen. „Bei einem der Container zeigten sich Auffälligkeiten, die auf eine illegale Beiladung hindeuteten“, hieß es vom Zoll. Beim Entladen fanden die Ermittler schließlich die in die Bananenkartons beigepackten Kokainpakete – insgesamt 1600 Paktete! Der Fund wurde bereits Mitte März gemacht, aber von den Behörden erst am Freitag veröffentlicht.
Dr. Tino Igelmann, Leiter des Zollkriminalamtes: „Den Ermittlerinnen und Ermittlern der gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift aus Zoll und Polizei in Hamburg ist hier ein empfindlicher Schlag gegen die Drogenkriminalität gelungen.“ Außerdem lobte der Zollfahnder, dass sich „auch das Hafensicherheitszentrum als Instrument zur Bekämpfung der internationalen Rauschgiftkriminalität (…) einen wesentlichen Teil zum Erfolg beigetragen“ hat. Mit welchem Ziel der Container mit den Bananen unterwegs war, teilten die Behörden nicht mit.

Das Rauschgift hatte einen Straßenverkaufswert von rund 30 Millionen Euro
Foto: Zollfahndungsamt Hamburg
Erfolgreicher Einsatz der neuen Koordinierungsstelle
▶ Das HSZ wurde im Mai 2024 in Hamburg eröffnet. Seitdem arbeiten die Polizei Hamburg (Landeskriminalamt und Wasserschutzpolizei), der Zoll (Hauptzollamt und Zollfahndungsamt Hamburg) sowie die Hamburg Port Authority täglich an einem gemeinsamen Standort zusammen.
Das HSZ dient als Koordinierungsstelle und führt eingehende Informationen zusammen und erstellt entsprechende Lagebilder. Außerdem bietet es allen zuständigen nationalen und internationalen Ermittlungsdienststellen von Zoll und Polizei sowie der Hafenwirtschaft Unterstützung an. Durch das HSZ können Gefahrenlagen und auch illegale Aktivitäten wie Drogenschmuggel frühzeitig erkannt werden.

Foto: picture alliance/imageBROKER
Hamburg einer der wichtigsten Umschlagplätze
Der Hamburger Hafen bildet zusammen mit den Häfen in Rotterdam (Niederlande) und Antwerpen (Belgien) seit Jahren das wichtigste Einfallstor für Kokain nach Europa. Da Kontrollen in den Benelux-Häfen zuletzt weiter verschärft wurden, weichen die Drogen-Kartelle verstärkt auf Hamburg aus. Sie nutzen den Containerfrachtverkehr in großem Stil zum Drogenschmuggel.