Neue Baumart für schwierige Bedingungen
Künftig soll Ginkgo die Straße prägen, konkret die Sorte „Ginkgo biloba Tremonia“. Sie gilt als robuster gegenüber Hitze, Trockenheit und beengten Wurzelräumen – Bedingungen, die in der Fichtenstraße offensichtlich sind. Unter dem Pflaster verlaufen zahlreiche Leitungen, der Platz für Wurzeln ist begrenzt.

Wo früher Bäume standen, herrscht jetzt gähnende Leere. Nach der notwendigen Fällung der nicht überlebensfähigen Kirschen bietet die Fichtenstraße derzeit ein recht kahlgefegtes Bild. Doch dieser triste Anblick ist nicht mehr von langer Dauer. Ab dem 13. April lässt das Amt für Stadtgrün hier 18 neue, klimaresiliente Ginkgo-Bäume pflanzen. Foto: Matilda Glenk
Amtsleiter Sascha Döll sagt dazu: „Wir wollen hier langfristig stabile Straßenbäume etablieren, die mit den Standortbedingungen zurechtkommen.“
Keine Früchte, kein Gestank
Gepflanzt werden ausschließlich männliche Ginkgo-Bäume. Das ist eine bewusste Entscheidung: Weibliche Exemplare bilden im Herbst Früchte, die beim Verrotten stark riechen und Gehwege verschmutzen. In einer dicht genutzten Straße mit schmalen Bewegungsflächen würde das schnell zum Problem.
Die neuen Bäume kommen überwiegend an die bisherigen Standorte entlang der Gehwege. Ergänzend werden Fahrradbügel installiert. Die Baumscheiben sollen nicht kahl bleiben, sondern mit Stauden und Frühblühern bepflanzt werden – ein sichtbarer Unterschied zur aktuellen Situation, in der viele Flächen nur aus Erde oder Pflaster bestehen.