Er ist der kleinste heimische Frosch in Europa. Aber leider ist er kaum noch zu finden, der Europäische Laubfrosch (Lat. Hyla arborea).

Eine größere Gruppe Laubfrösche lebt an einem Gewässer in Spenge im Kreis Herford. Warum ausgerechnet dort an den so genannten Rötekuhlen, das wollen die Biologen jetzt gemeinsam herausfinden.

Im Raum Spenge (Kreis Herford), Borgholzhausen und Werther (Kreis Gütersloh) und in der Stadt Melle in Niedersachsen sind die Biologen gerade dabei, alle Gewässer zu erfassen und sie auf ihre Eignung als Laichgewässer zu prüfen.

Weniger Gewässer für die anspruchsvollen Frösche

„Das Hauptproblem ist, dass die Lebensräume verschwinden. Dazu kommt, dass Laubfrösche eher anspruchsvoll sind“, sagt Jennifer Heermann von der Biologischen Station Ravensberg im Kreis Herford. Der leuchtend grüne Frosch braucht fischfreie Gewässer, davon gebe es immer weniger.

Weitere Ursachen für den Rückgang der Population sei die intensive Landnutzung, der Flächenverbrauch und der Straßenverkehr. Früher sei der Laubfrosch weit verbreitet gewesen auf Weiden und Wiesen mit vielen Kleingewässern.

Durch Bestandserfassung Lebensräume verbessern

Ende April geht es los mit der Bestandserfassung. Die Biologen hoffen auf wichtige Hinweise hinsichtlich der Verbreitung der Laubfrösche und woran es hapern könnte. Vielleicht ergeben sich daraus Möglichkeiten, die Lebensbedingungen zu verbessern. Zum Beispiel, indem die Biologen Lebensräume, also Gewässer, durch Hecken oder Brombeerbüsche vernetzen. Dort halten sich die Frösche gerne auf.

Fotos von Laubfröschen mit Standort sind willkommen

Das Projektteam ist bei seiner Arbeit auch angewiesen auf die Mitarbeit der Bevölkerung. „Wir können gar nicht alle Tiere alleine erfassen, zum Beispiel an kleinen Gartenteichen“, sagt Biologin Jennifer Heermann. Wer Tiere sieht, wird aufgefordert, Fotos und Standort an die Biologen zu schicken.

Von Ende April bis Mitte Juni könnte der laute Balzgesang der Männchen zu hören sein.